Skully-Review-PlayStationInfo

Skully – Holpriger Adventure-Plattformer

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Anfang der Woche erschien Skully auf der PlayStation 4. Wie haben uns den Adventure-Plattformer für euch angesehen.

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Seit Anfang der Woche könnt ihr den Indie-Titel Skully im PlayStation Store erwerben. Das Adventure-Game von Modus Games und Finish Line Games Inc. erzählt die seltsame Geschichte eines Schädels, der von einer geheimnisvollen Gottheit zum Leben erweckt wurde. Er muss nun die Insel vor dem schrecklichen Schicksal retten, das sie erwartet, wenn Terry nicht mit seinen Geschwistern Frieden schließt. Dazu nutzen wir beim Rollen durch die sieben unterschiedlichen Biome der Insel die lehmigen Spezialfähigkeiten von Skully, um schwierige Plattforming-Passagen zu meistern, charakterstarke Einwohner zu treffen und Rätsel zu lösen. Schlussendlich gilt es, das Mysterium um den Konflikt zwischen den Geschwistern zu lüften.

They see me rollin’…

Zu Beginn des Spiels starten wir als der frisch zum Leben erweckte Skully. Als lebendiger Schädel sind unsere Möglichkeiten recht eingeschränkt und so rollen wir erstmal los. Die ersten Passagen des Spiels könnten echte PlayStation-Veteranen entfernt an Kula World erinnern. Begleitet von den unterhaltsamen Kommentaren unseres Schöpfers Terry bahnen wir uns einen Weg durch die Startlevel des ersten Bioms. Dabei versuchen wir tunlichst, jeglichen Kontakt mit Wasser zu vermeiden. In unserem lehmbasierten Dasein stellt der Kontakt mit dem feuchten Element zu Beginn nämlich die größte Gefahr dar. Und so rollen, hüpfen und klettern wir sogar ein wenig von einer Landmasse zur nächsten. Auf unseren Wegen können wir Blüten sammeln. Diese Collectibles helfen uns, Artwork-Inhalte der Entwickler freizuschalten, die wir zwischendurch in den Extras betrachten können.

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Aus Lehm geschaffen

Unsere primitive Existenz erfährt jedoch bereits nach kurzer Zeit im Spiel eine Entwicklung. Durch den Kontakt mit verzauberten Lehmpfützen ist es uns schon bald möglich, unsere Gestalt zu verändern. Neuer Körper, neue Möglichkeiten – mithilfe unserer ersten Form können wir es mit kleineren Gegnern aufnehmen oder auch schwere Felsblöcke umwerfen oder ganz zerstören. Mit diesen neuen Fähigkeiten setzen wir unseren Weg durch die Biome fort. Im weiteren Spielverlauf entdecken wir noch zwei Formen, die uns mit zusätzlichen Fähigkeiten ausstatten. Das Spiel bietet uns bei jeder neuen Form genug Zeit, um uns mit den damit verbundenen Fähigkeiten vertraut zu machen und den Umgang mit diesen zu meistern. Im späteren Verlauf kommt es jedoch darauf an, die unterschiedlichen Formen und ihre jeweiligen Vorzüge gekonnt zu kombinieren, um die komplizierter werdenden Levels zu meistern.

Zwischen den verschiedenen Plattforming-Passagen sorgen Boss-Levels immer wieder für Abwechslung.

Witzige Gespräche, eintönige Klänge

Das alles findet in 18 unterschiedlichen Levels statt. Diese sind aufgrund der sieben verschiedenen Biome sehr unterschiedlich und jedes für sich wirklich sehr toll gestaltet. Da wir selbst keinen echten Körper besitzen, beschränken sich die Dialoge im Spiel auf die Gespräche zwischen Terry und seinen Geschwistern beziehungsweise Terry’s Selbstgespräche. Diese sind immer unterhaltsam, erklären uns jedoch auch nach und nach die Story des Spiels. Die restliche Zeit lauschen wir dem allgegenwärtigen Soundtrack. Dieser ist an sich nichts Besonderes und hätte wohl auch etwas mehr Aufmerksamkeit vertragen. Speziell bei mehrmaligem Spielen derselben Passage wünscht man sich doch ein klein wenig mehr Abwechslung in der akustischen Hintergrunduntermalung.

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Krieg der Kamera!

Die Steuerung selbst in Skully ist benutzerfreundlich und einfach zu meistern. Die Kameraführung allerdings bereitet einem an gewissen Stellen Kopfzerbrechen und weist immer wieder Verbesserungsbedarf auf. Das kann an gewissen Stellen zu echter Frustration führen, da die schlechte Kameraführung das Spiel zeitweise unheimlich (und auch völlig unnötig) erschwert.

Fazit

Skully ist ein netter Adventure-Plattformer, der durchaus als gelungen bezeichnet werden kann. Die Zielgruppe ist hier jedoch grundsätzlich bei den heranwachsenden Gamern zu verorten. Jüngeren Spielern bietet Skully mit Sicherheit einige unterhaltsame Stunden oder auch einen tollen ersten Einstieg in die Welt des Gaming. Die größtenteils sehr einfachen Levels und die nicht allzu tiefgründige Story machen Skully für erfahrene Spieler jedoch lediglich zu einer lockeren Abwechslung für zwischendurch.

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Der einzige Punkt, der dieser Feststellung widerspricht, ist die Tatsache, dass gewisse Levelabschnitte unverhältnismäßig schwierig gestaltet wurden. Da diese in den meisten Fällen zum Abschluss der Geschichte nicht nötig sind, stört das den Durchschnittspieler wahrscheinlich kaum. Wer das Spiel jedoch zu 100% durchspielen will, dem stehen hier einige frustrierende Momente bevor.

Die Gestaltung der Levels hat uns recht gut gefallen. Die Kameraführung stellt wohl den mit Abstand größten Schwachpunkt von Skully dar, da diese das gesamte Spiel über immer wieder schwächelt und einem das Leben schwer macht. Doch auch der etwas eintönige Soundtrack stört die Harmonie ein wenig.

Skully

6.6

Atmosphäre

6.5/10

Story

6.0/10

Gameplay

5.5/10

Sound

6.5/10

Grafik

7.5/10

Umfang

7.5/10
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