Die Zukunft von Star Wars Battlefront könnte eine überraschende Wendung nehmen. Nach Informationen des bekannten Brancheninsiders Jeff Grubb wird hinter den Kulissen über mögliche Entwickler für einen dritten Teil gesprochen. Dabei soll nicht nur das bisher verantwortliche Studio DICE eine Rolle spielen. Auch Bungie, das inzwischen zu Sony gehört und für Destiny sowie Halo bekannt ist, wird als möglicher Kandidat genannt. Eine offizielle Ankündigung gibt es allerdings noch nicht.
Star Wars Battlefront 3 könnte einen ungewöhnlichen Entwickler bekommen
Die neuen Informationen stammen aus der Ausgabe von Game Mess Mornings vom 19. Oktober 2026. Dort sprach Jeff Grubb über die Möglichkeit, dass Disney beziehungsweise Lucasfilm Games die Battlefront-Reihe wiederbeleben könnte.
Besonders interessant ist die Frage, welches Studio ein solches Projekt übernehmen würde.
Während die beiden bisherigen Battlefront-Spiele von Electronic Arts beim schwedischen Entwickler DICE entstanden, könnte ein möglicher Nachfolger erstmals bei einem anderen großen Shooter-Studio landen.
Grubb brachte dabei ausdrücklich Bungie ins Gespräch. Das Unternehmen ist vor allem für die frühen Halo-Spiele und die Destiny-Reihe bekannt. Zuletzt arbeitete das Studio an dem Multiplayer-Shooter Marathon.
Die Erfahrung mit schnellen Schusswechseln, Online-Mehrspielerpartien und langfristig unterstützten Spielen könnte Bungie grundsätzlich zu einem geeigneten Kandidaten für Battlefront machen.
Allerdings bedeutet die Erwähnung des Studios keineswegs, dass bereits ein entsprechender Entwicklungsauftrag vergeben wurde.
Insider spricht von Gesprächen, aber nicht von einer laufenden Entwicklung
Grubb stellte ausdrücklich klar, dass sich Star Wars Battlefront 3 nach seinen Informationen offenbar noch nicht in aktiver Entwicklung befindet.
Es soll vielmehr Gespräche darüber geben, welches Studio ein solches Projekt künftig übernehmen könnte.
Neben Bungie gehört demnach auch DICE weiterhin zu den möglichen Kandidaten.
Der Insider deutete außerdem an, dass die langjährige Zusammenarbeit zwischen Disney und Electronic Arts nicht immer reibungslos verlaufen sei. Diese Einschätzung könnte erklären, warum Lucasfilm Games bei einem möglichen Nachfolger auch andere Entwickler berücksichtigt.
Eine offizielle Bestätigung dafür, dass Disney tatsächlich konkrete Verhandlungen mit Bungie führt, liegt bislang nicht vor.
Ebenso wenig gibt es Informationen über ein mögliches Budget, eine technische Ausrichtung oder den geplanten Veröffentlichungszeitraum.
Die Aussagen bleiben damit ein unbestätigter Insiderbericht über mögliche Planungen.
Warum ausgerechnet Bungie interessant wäre
Eine Beteiligung von Bungie wäre aus mehreren Gründen bemerkenswert.
Das Studio wurde 2022 von Sony Interactive Entertainment übernommen und gehört damit zum PlayStation-Konzern. Gleichzeitig hat Sony mehrfach erklärt, dass Bungie auch nach der Übernahme plattformübergreifend arbeiten darf.
Ein von Bungie entwickeltes Battlefront-Spiel müsste deshalb nicht automatisch exklusiv für PlayStation erscheinen.
Die Star-Wars-Lizenz würde außerdem weiterhin bei Disney beziehungsweise Lucasfilm liegen. Sony könnte über Bungie zwar an der Entwicklung beteiligt sein, hätte dadurch aber nicht automatisch die vollständige Kontrolle über die Marke.
Technisch würde das Studio dennoch interessante Voraussetzungen mitbringen.
Bungie besitzt jahrzehntelange Erfahrung mit Ego-Shootern. Besonders Halo prägte über mehrere Konsolengenerationen das Spielgefühl moderner Multiplayer-Shooter. Destiny wiederum verbindet schnelle Kämpfe mit umfangreichen Online-Systemen und kooperativen Aktivitäten.
Ob diese Erfahrungen tatsächlich zu einem neuen Battlefront passen würden, hinge allerdings vom konkreten Spielkonzept ab.
Die Reihe lebt schließlich nicht nur von präzisem Gunplay, sondern auch von großen Schlachten, Fahrzeugen, bekannten Star-Wars-Schauplätzen und dem Zusammenspiel unterschiedlicher Einheiten.
Ein neues Battlefront müsste deshalb andere Anforderungen erfüllen als Destiny oder Marathon.
Die Vergangenheit von Battlefront könnte eine Rolle spielen
Die beiden modernen Battlefront-Spiele entstanden noch unter der exklusiven Lizenzvereinbarung zwischen Disney und Electronic Arts.
Star Wars Battlefront erschien 2015 und wurde für seine audiovisuelle Umsetzung des Star-Wars-Universums gelobt.
Der Nachfolger von 2017 geriet dagegen bereits vor seiner Veröffentlichung wegen seines Fortschrittssystems und der umstrittenen Mikrotransaktionen massiv in die Kritik.
Besonders die sogenannten Star Cards und die damit verbundenen spielerischen Vorteile sorgten damals für Diskussionen.
Electronic Arts und DICE überarbeiteten das System später grundlegend. Im Laufe der folgenden Jahre erhielt Battlefront 2 außerdem zahlreiche zusätzliche Inhalte und entwickelte sich für viele Spieler zu einem deutlich besseren Gesamtpaket.
Die regelmäßige Unterstützung wurde 2020 beendet. Seitdem warten Fans auf eine mögliche Fortsetzung.
Bereits 2019 hatten wir auf PlayStationInfo.de darüber berichtet, dass Star Wars Battlefront 3 vorerst nicht in Planung war.
Auch in den vergangenen Jahren gab es immer wieder Spekulationen über einen dritten Teil, ohne dass daraus eine offizielle Ankündigung entstanden wäre.
Der aktuelle Bericht ist deshalb besonders interessant, weil nun erstmals Bungie als möglicher neuer Entwicklungspartner ins Spiel gebracht wird.
Lucasfilm möchte künftig mehr unterschiedliche Spiele ermöglichen
Die möglichen Überlegungen passen zu einer weiteren Entwicklung bei Lucasfilm Games.
Erst kürzlich erklärte Vizepräsident Douglas Reilly, dass das Unternehmen bei zukünftigen Star-Wars-Spielen offener gegenüber unterschiedlichen Entwicklerstudios sein möchte.
Neben großen Produktionen sollen auch kleinere Projekte und ungewöhnliche Partnerschaften berücksichtigt werden.
Lucasfilm wolle weiterhin mit erfahrenen Entwicklern zusammenarbeiten, aber nicht grundsätzlich nur auf die größten Publisher der Branche setzen.
Die Aussagen bezogen sich allerdings nicht konkret auf Star Wars Battlefront 3.
Sie zeigen vielmehr, dass Disney bei der Vergabe seiner Spielelizenzen inzwischen unterschiedliche Möglichkeiten prüft.
Seit dem Ende der früheren Exklusivvereinbarung mit Electronic Arts können auch andere Unternehmen an neuen Star-Wars-Projekten arbeiten.
Ein möglicher Battlefront-Nachfolger müsste daher nicht zwangsläufig wieder bei DICE entstehen.
Noch ist Star Wars Battlefront 3 nicht bestätigt
So spannend die Aussicht auf ein Battlefront von Bungie auch sein mag, derzeit bleiben zahlreiche Fragen unbeantwortet.
Weder Sony noch Bungie, Electronic Arts oder Lucasfilm Games haben die angeblichen Gespräche öffentlich bestätigt.
Auch Jeff Grubb spricht bislang nicht von einem bereits begonnenen Entwicklungsprojekt.
Damit ist völlig offen, ob Star Wars Battlefront 3 tatsächlich entstehen wird und welches Studio dafür verantwortlich sein könnte.
Sollte Bungie den Zuschlag erhalten, wäre das eine bemerkenswerte Entwicklung für die PlayStation-Sparte von Sony. Ein traditionsreiches Shooter-Studio könnte dann an einer der bekanntesten Multiplayer-Marken des Star-Wars-Universums arbeiten.
Vorerst handelt es sich jedoch ausschließlich um eine mögliche Zusammenarbeit, über die laut Insiderinformationen hinter den Kulissen gesprochen wird.
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