Die Debatte um die Zukunft digitaler Spiele auf der PlayStation nimmt weiter Fahrt auf. In den Niederlanden sieht eine Verbraucherschutzorganisation ihre laufende Klage gegen Sony durch die zunehmende Ausrichtung auf digitale Spiele bestätigt. Im Mittelpunkt steht die Preisgestaltung im PlayStation Store sowie die Frage, wie viel Kontrolle Plattformbetreiber künftig über digitale Inhalte haben dürfen.
Eine Entscheidung in dem Verfahren steht derzeit noch aus.
Verbraucherschützer kritisieren Sonys Store-Modell
Die niederländische Organisation Stichting Massaschade & Consument fordert nach eigenen Angaben Schadensersatz in Höhe von rund 435 Millionen Euro. Sie wirft Sony vor, seine starke Marktposition im PlayStation Store auszunutzen.
Konkret richtet sich die Klage gegen die Provision, die Sony auf digitale Spiele erhebt. Kritiker sprechen dabei von einer sogenannten „Sony Tax“ und argumentieren, dass Spieler auf PlayStation weniger Möglichkeiten hätten, Preise zu vergleichen oder günstigere Alternativen zu nutzen als beispielsweise auf dem PC.
Sony selbst hat die Vorwürfe bislang nicht anerkannt.
Wegfall physischer Spiele rückt in den Fokus
Nach Ansicht der Verbraucherschützer gewinnt die Klage zusätzlich an Gewicht, weil Sony langfristig den Abschied von physischen Datenträgern plant. Fällt der klassische Spieleverkauf über Disc weg, entfällt nach Auffassung der Organisation auch ein wichtiger Wettbewerbsfaktor.
Ohne physische Spiele könnten Käufer keine gebrauchten Titel mehr erwerben oder weiterverkaufen. Gleichzeitig würde die Preisgestaltung digitaler Spiele stärker vom jeweiligen Store abhängen.
Das Ende der PlayStation Disc – was wirklich auf Spieler zukommen könnte
Sony hatte bereits erklärt, dass Händler künftig weiterhin digitale Download-Codes verkaufen sollen. Kritiker halten dies jedoch nicht für einen vollständigen Ersatz des bisherigen Marktes für physische Spiele.
Diskussion erinnert an andere Verfahren
Die Klage wird bereits mit früheren Verfahren gegen große Digitalplattformen verglichen. Dazu zählen unter anderem die Auseinandersetzungen zwischen Epic Games und Apple, bei denen es ebenfalls um die Kontrolle digitaler Marktplätze und mögliche Wettbewerbsbeschränkungen ging.
Befürworter eines offeneren Marktes fordern deshalb mehr Auswahl beim Kauf digitaler Spiele sowie langfristig stärkere Rechte für Käufer. Dazu gehören unter anderem die Möglichkeit, digitale Käufe weiterzuverkaufen, eine bessere Offline-Nutzung und mehr Wettbewerb zwischen verschiedenen Verkaufsplattformen.
Ausgang könnte Signalwirkung haben
Wie das Verfahren letztlich ausgeht, bleibt abzuwarten. Sollte das Gericht zugunsten der Verbraucherschützer entscheiden, könnte dies Auswirkungen auf den Betrieb digitaler Spieleplattformen haben und die Diskussion über digitale Eigentumsrechte weiter anstoßen.
Bis dahin bleibt offen, ob und in welchem Umfang Sony sein digitales Vertriebsmodell künftig anpassen muss.






Sony sollte transparent über Preise reden. Mehr Möglichkeiten beim Kauf wären gut für Spieler.
Die Vergleiche zu anderen Fällen wie Epic vs. Apple sind sinnvoll. Mal sehen, ob das Urteil Folgen hat.
Wenn Discs wegfallen, verlieren Käufer Optionen. Download-Codes reichen nicht immer als Ersatz.
Das Thema ist wichtig. Ich hoffe auf faire Regeln für Käufer und mehr Wettbewerb im Store.
Interessanter Artikel. Gut erklärt, worum es geht. Bin gespannt, wie das Gericht entscheidet.