Die Einstellung von Prince of Persia: The Sands of Time Remake hat viele Spieler überrascht – und enttäuscht. Nachdem Ubisoft offiziell bestätigte, das Projekt gemeinsam mit fünf weiteren Spielen einzustellen, liefern nun Entwickler selbst neue Hintergründe zur Entscheidung. Demnach war nicht allein die Qualität ausschlaggebend, sondern vor allem ein strategischer Richtungswechsel des Publishers.
Lineare Spiele haben bei Ubisoft kaum noch Platz
Kurz nach der offiziellen Ankündigung äußerten sich Entwickler des Remakes in einer Reddit-AMA zu den Gründen für das Aus. Dabei wurde deutlich, dass Ubisofts zunehmender Fokus auf große Open-World- und Live-Service-Titel maßgeblich zur Einstellung beigetragen habe.
Ubisoft unter massivem Druck: Aktie stürzt ab, Investoren verlieren Vertrauen
Die Entwickler erklärten, dass seit Jahren ein starker interner Druck in Richtung riesiger, offener Spielwelten bestehe. Dadurch hätten es kompakte, lineare Spielerlebnisse zunehmend schwer, überhaupt noch Unterstützung zu finden – selbst dann, wenn es sich um beliebte Klassiker handelt.
Strategiewechsel offiziell bestätigt
Diese Aussagen decken sich mit der jüngsten Unternehmensmitteilung von Ubisoft, in der ein neues operatives Modell vorgestellt wurde. Künftig will der Publisher seine Ressourcen vor allem auf Open-World-Produktionen und Live-Service-Games konzentrieren. Lineare Einzelspieler-Erfahrungen passen offenbar nicht mehr in dieses Konzept.
Bemerkenswert ist dabei, dass das Sands-of-Time-Remake bereits einen umfassenden Neustart hinter sich hatte. Die Entwicklung wurde später von Ubisoft Montreal übernommen – jenem Studio, das auch das Original aus dem Jahr 2003 entwickelt hatte. Dennoch entschied sich Ubisoft laut eigener Aussage dagegen, weitere Zeit und Ressourcen in das Projekt zu investieren.
Qualität oder Strategie – was war ausschlaggebend?
Offiziell begründete Ubisoft die Einstellung zunächst mit Zweifeln daran, dass das Remake den eigenen Qualitätsansprüchen gerecht werden könne. Die Aussagen der Entwickler zeichnen jedoch ein differenzierteres Bild: Selbst nach Jahren der Entwicklung und einem Reboot habe das Projekt nicht mehr in die langfristige Ausrichtung des Unternehmens gepasst.
Damit wird deutlich, dass selbst ein nahezu fertiges Spiel keine Garantie mehr für eine Veröffentlichung ist, wenn es nicht mit der übergeordneten Strategie vereinbar ist.
Zukunft der Marke Prince of Persia ungewiss
Auch der Blick in die Zukunft der Marke fällt ernüchternd aus. Laut Einschätzung aus Entwicklerkreisen ist es derzeit unwahrscheinlich, dass Ubisoft die Prince of Persia-Reihe bald wieder aufgreift. Das Franchise passe nicht in eines der neu geschaffenen „Creative Houses“, die auf große, wiederkehrende Umsatztreiber ausgerichtet sind.
Selbst kleinere Experimente wie Prince of Persia: The Lost Crown könnten künftig ausbleiben, sofern sie nicht in das neue Geschäftsmodell integriert werden können.
Ein Opfer der Open-World-Müdigkeit?
Ironischerweise kommt diese Entscheidung zu einer Zeit, in der viele Spieler offen ihre Open-World-Müdigkeit äußern. Gerade ein fokussiertes, lineares Remake wie Sands of Time hätte für viele Fans eine willkommene Abwechslung dargestellt. Stattdessen verschwindet eines der ikonischsten Abenteuer der 2000er-Jahre nun endgültig in der Schublade.
Für Fans bleibt vorerst nur die Hoffnung, dass Ubisoft den Wert klassischer, geradliniger Spielerlebnisse irgendwann wieder neu entdeckt.
Quelle:X
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Was für ein Mist! Statt uns ein tolles Remake zu geben, verschwenden sie Zeit mit Open-World-Schrott. Ubisoft hat echt kein Gespür mehr für gute Spiele!
Ich verstehe das einfach nicht. Ubisoft macht immer wieder die gleichen Fehler. Wer will denn noch Open-World-Spiele? Das Sands of Time Remake hätte großartig werden können!