Dienstag, Januar 13, 2026
NewsFallout: New Vegas-Autor äußert sich kritisch zu Bethesdas Umgang mit der Serie

Fallout: New Vegas-Autor äußert sich kritisch zu Bethesdas Umgang mit der Serie

Ein kürzlich gelöschter Social-Media-Beitrag von Chris Avellone, einem der zentralen kreativen Köpfe hinter Fallout: New Vegas, hat innerhalb der Fallout-Community eine intensive Debatte ausgelöst. Obwohl der Beitrag nicht mehr öffentlich einsehbar ist, verbreiteten sich seine Aussagen rasch weiter und wurden von mehreren Branchenmedien aufgegriffen.

Avellone, der auch an den klassischen Fallout-Teilen beteiligt war, äußerte darin grundsätzliche Kritik an Bethesdas Ausrichtung der Marke. Seiner Einschätzung nach verstehe das Studio die ursprünglichen Kernwerte der Reihe nicht ausreichend – auch wenn er betonte, dass Bethesda Fallout nicht bewusst schade.


„Vergnügungspark statt Rollenspiel“

In seinem Statement beschrieb Avellone die modernen Fallout-Spiele sinnbildlich als einen „bunten Vergnügungspark“. Damit spielte er auf eine Designphilosophie an, die seiner Meinung nach stärker auf offene Spielwelten und visuelle Reize setzt, während klassische Rollenspielsysteme, Entscheidungsfreiheit und dialogbasierte Mechaniken in den Hintergrund rücken.

Gleichzeitig räumte Avellone ein, dass es positive Ausnahmen gebe. Besonders Erweiterungen wie Far Harbor, Point Lookout oder The Pitt nannte er als Beispiele für Inhalte, die sich stärker an den erzählerischen Wurzeln der Serie orientierten.

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Kritik an Designentscheidungen

Avellone lobte Bethesdas Fähigkeit, weitläufige und glaubwürdige Spielwelten zu erschaffen, stellte jedoch infrage, ob dieser Ansatz optimal für erzählerisch geprägte Rollenspiele sei. Er kritisierte insbesondere, dass lineare Geschichten in offenen Sandbox-Welten oft an Wirkung verlieren und dass klassische Rollenspiel-Elemente wie Sprach- und Dialogfertigkeiten an Bedeutung eingebüßt hätten.

Dabei machte er deutlich, dass es sich um unterschiedliche kreative Philosophien handle und nicht um persönliche Angriffe. Jedes Studio habe eigene Stärken – im Fall von Fallout seien die Unterschiede jedoch besonders deutlich.


Reaktionen aus der Community

Nach Veröffentlichung des Beitrags folgten zahlreiche Reaktionen aus der Community. Viele Fans der älteren Fallout-Teile stimmten Avellones Einschätzung zu, während andere die moderne Ausrichtung der Serie verteidigten. Kurz darauf wurde der ursprüngliche Beitrag gelöscht, offenbar nachdem die Diskussion zunehmend kontrovers verlief.

Bethesda selbst äußerte sich nicht zu den Aussagen. Seit der Übernahme der Marke veröffentlichte das Studio Fallout 3, Fallout 4 und Fallout 76. Zusätzlich erlebte die Franchise mit der Fallout-Serie auf Amazon Prime Video 2024 einen neuen Popularitätsschub.


Eine Debatte über die Zukunft der Marke

Auch wenn Avellone seit vielen Jahren nicht mehr aktiv an Fallout beteiligt ist, bleibt seine Stimme für viele Fans ein wichtiger Bezugspunkt. Die Reaktionen auf seinen Beitrag zeigen, dass die Frage, was Fallout im Kern ausmacht, weiterhin stark diskutiert wird – zwischen klassischen Rollenspiel-Wurzeln und moderner Open-World-Ausrichtung.

Quelle:https://insider-gaming.com/new-vegas-dev-bethesda-dont-care-about-fallout/


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