Der neue Extraction-Shooter Marathon von Bungie sorgt weiterhin für Diskussionen in der Gaming-Community. Mehr als eine Woche nach dem Release versuchen Analysten nun einzuschätzen, wie erfolgreich das Spiel tatsächlich gestartet ist. Offizielle Verkaufszahlen gibt es bislang nicht, doch erste Schätzungen liefern einen möglichen Eindruck davon, wie weit der Titel von seiner Gewinnschwelle entfernt sein könnte.
Erste Verkaufszahlen basieren auf Schätzungen
Da weder Bungie noch Sony konkrete Verkaufszahlen veröffentlicht haben, greifen Branchenbeobachter auf Datenanalyse-Plattformen zurück. Laut Schätzungen von Gamalytic und PlayTracker könnte Marathon auf Steam zwischen etwa 911.000 und 975.000 Käufer erreicht haben.
Allerdings spielt Bungie traditionell eine besonders große Rolle auf Konsolenplattformen. Beim Online-Shooter Destiny 2 lag der Anteil der Spieler auf PlayStation und Xbox bei rund 78 Prozent.
Überträgt man dieses Verhältnis hypothetisch auf Marathon, könnten auf Konsolen etwa 3,2 Millionen Verkäufe hinzugekommen sein. Zusammen mit den Steam-Schätzungen würde das insgesamt rund 4,1 Millionen verkaufte Einheiten ergeben. Diese Zahlen sind jedoch nicht bestätigt und sollten entsprechend vorsichtig betrachtet werden.
Entwicklungskosten könnten sehr hoch gewesen sein
Ein entscheidender Faktor ist der mutmaßlich hohe Entwicklungsaufwand. Branchenberichte gehen davon aus, dass die Produktion von Marathon bis zu 250 Millionen US-Dollar gekostet haben könnte.
Gleichzeitig entschied sich Bungie gegen den üblichen Vollpreis von rund 70 Dollar. Stattdessen wurde Marathon zu einem niedrigeren Einstiegspreis von 40 Dollar veröffentlicht. Diese Preisstrategie sollte vermutlich mehr Spieler erreichen, senkt aber auch den Umsatz pro verkauftem Exemplar.
Gewinnschwelle könnte bei 12 bis 15 Millionen liegen
Auf Grundlage dieser Annahmen gehen einige Analysten davon aus, dass Marathon zwischen 12 und 15 Millionen Verkäufe benötigen könnte, um die Gewinnschwelle zu erreichen.
Sollten sich die aktuellen Schätzungen von rund vier Millionen verkauften Exemplaren als realistisch herausstellen, wäre das Spiel also noch ein gutes Stück davon entfernt, profitabel zu sein.
Spielerbewertungen fallen überwiegend positiv aus
Interessant ist dabei, dass die Spielerreaktionen bislang vergleichsweise positiv ausfallen. Auf Steam liegt die Zustimmung derzeit bei etwa 88 Prozent positiven Bewertungen aus über 22.000 Rezensionen.
Das deutet darauf hin, dass das Spiel bei vielen Spielern grundsätzlich gut ankommt, auch wenn es online weiterhin kritische Diskussionen über Gameplay und das Geschäftsmodell gibt.
Zukunft von Bungie könnte stark von Marathon abhängen
Der Erfolg von Marathon ist auch für den Publisher Sony von großer Bedeutung. Das Unternehmen hatte Bungie im Jahr 2022 für über drei Milliarden US-Dollar übernommen und setzt große Erwartungen in die Live-Service-Projekte des Studios.
Sollte Marathon die wirtschaftlichen Erwartungen nicht erfüllen, könnten die kommenden Monate entscheidend für die strategische Ausrichtung von Bungie werden.
Quelle:https://mein-mmo.de/en/marathon-reveals-bungies-biggest-problem-is-there-a-takeover-by-sony-looming,1556184/
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Marathon (PS5) Test – Bungies Extraction-Shooter zwischen Risiko, Spannung und Experiment




