Dienstag, Februar 17, 2026
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Test: Avowed (PS5) – Atmosphärisches Fantasy RPG mit viel Freiheit und klassischer Rollenspiel DNA

Mit Avowed bringt Obsidian ein großes First-Person-Fantasy-RPG auf die PlayStation 5, das klar auf Story, Entscheidungen und Erkundung setzt. Statt reiner Action oder Open-World-Overkill erwartet Spieler hier ein bewusst strukturiertes Rollenspiel mit starkem Fokus auf Atmosphäre, Charakterentwicklung und spielerischer Freiheit.

Die große Frage ist dabei nicht, ob Avowed spektakulär ist – sondern ob es als klassisches, modernes RPG auf der PS5 wirklich überzeugt. Und die Antwort darauf ist differenziert, aber insgesamt positiv.


Ersteindruck & Einstieg – Ruhiger Start mit viel Atmosphäre

Schon in den ersten Stunden wird deutlich, dass Avowed kein hektisches Action-RPG sein will. Das Spiel nimmt sich Zeit für seine Welt, seine Lore und seine Figuren. Die Living Lands wirken geheimnisvoll, fremd und stellenweise sogar etwas düster – genau so, wie man es von einem Obsidian-Rollenspiel erwartet.

Statt den Spieler direkt mit Systemen zu überfluten, baut das Spiel seine Mechaniken Schritt für Schritt auf. Das sorgt für einen angenehmen Einstieg, auch für Spieler, die nicht täglich klassische Rollenspiele spielen.

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Besonders positiv: Die Welt wirkt nicht wie eine bloße Kulisse, sondern wie ein Ort mit Geschichte, Konflikten und politischen Spannungen.


Welt & Erkundung – Große Gebiete statt klassischer Open World

Avowed setzt nicht auf eine komplett offene Welt im typischen Sandbox-Stil, sondern auf größere, zusammenhängende Regionen. Diese Entscheidung erweist sich als sinnvoll, da die Areale dichter gestaltet sind und mehr zum Erkunden einladen.

Überall finden sich:

  • versteckte Nebenquests
  • Loot und Geheimnisse
  • Dialogoptionen
  • optionale Story-Inhalte

Die Erkundung belohnt Neugier spürbar. Wer abseits der Hauptquest unterwegs ist, entdeckt oft neue Geschichten, kleine Ereignisse oder alternative Lösungswege.

Das sorgt für ein sehr angenehmes Abenteuer-Gefühl, das eher an klassische Rollenspiele erinnert als an moderne Checklisten-Open-Worlds.


Story & Entscheidungen – Typisch Obsidian: Konsequenzen zählen

Ein großer Pluspunkt von Avowed ist die erzählerische Struktur. Entscheidungen sind nicht nur kosmetisch, sondern haben tatsächliche Auswirkungen auf Quests, Fraktionen und Charakterbeziehungen.

Dialoge sind gut geschrieben und bieten häufig mehrere Lösungswege:

  • diplomatisch
  • aggressiv
  • taktisch
  • moralisch ambivalent

Diese Entscheidungsfreiheit gibt dem Spiel eine persönliche Note. Man spielt nicht einfach eine vorgegebene Geschichte, sondern formt aktiv den Verlauf mit.

Die Handlung selbst ist solide und interessant, auch wenn sie nicht die epische Wucht mancher Genre-Giganten erreicht. Dafür überzeugt sie mit glaubwürdigen Figuren und politischen Spannungen statt reiner Fantasy-Klischees.


Gameplay & Kampfsystem – Flexible Builds als großes Highlight

Spielerisch setzt Avowed auf ein flexibles First-Person-Kampfsystem, das Magie, Nahkampf und Fernkampf miteinander kombiniert. Genau hier entfaltet das Spiel eine seiner größten Stärken.

Du kannst beispielsweise:

  • mit Schwert und Schild kämpfen
  • Zauber wirken
  • Fernkampf einsetzen
  • hybride Builds spielen

Das Wechseln zwischen Fähigkeiten funktioniert flüssig und sorgt für dynamische Kämpfe. Besonders gelungen ist die Kombination aus Magie und klassischen Waffen, die für abwechslungsreiche Gefechte sorgt.

Auf der PS5 spielt sich das Kampfsystem mit Controller angenehm direkt und präzise, was bei Ego-RPGs nicht selbstverständlich ist.


Kampffeeling – Solide, aber mit kleinen Wiederholungen

Die Kämpfe machen Spaß und bieten taktische Möglichkeiten, erreichen aber nicht ganz die Tiefe oder Wucht der absoluten Genre-Spitze. Normale Gegner können sich nach vielen Stunden etwas wiederholen, während stärkere Gegner und Bosskämpfe deutlich mehr Aufmerksamkeit verlangen.

Positiv ist:

  • klare Trefferfeedbacks
  • gute Reaktionszeiten
  • sinnvolle Skill-Erweiterungen

Negativ fällt lediglich auf, dass die Gegner-KI nicht immer besonders anspruchsvoll agiert.


Grafik & Technik auf der PS5 – Stimmig statt spektakulär

Grafisch setzt Avowed nicht auf fotorealistischen AAA-Bombast, sondern auf eine stilistisch dichte Fantasy-Präsentation. Die Umgebungen sind detailreich, farblich abwechslungsreich und atmosphärisch gestaltet.

Auf der PlayStation 5 läuft das Spiel insgesamt stabil. Ladezeiten sind angenehm kurz, und auch in größeren Gebieten bleibt die Performance zuverlässig. Das sorgt für ein flüssiges und entspanntes Spielerlebnis ohne technische Frustration.

Die Welt wirkt lebendig, auch wenn Animationen und Details nicht immer auf absolutem Next-Gen-Niveau sind.


Atmosphäre & Sounddesign – Eine der größten Stärken

Ein Bereich, in dem Avowed besonders glänzt, ist die Atmosphäre. Die Kombination aus Musik, Umgebungsgeräuschen und Dialogen sorgt für ein sehr immersives Erlebnis.

Der Soundtrack passt hervorragend zur Fantasy-Welt und unterstützt sowohl ruhige Erkundung als auch intensivere Kampfmomente. Dialoge sind hochwertig vertont und tragen stark zur Glaubwürdigkeit der Welt bei.

Mit Headset gespielt wirkt die Welt nochmals deutlich intensiver, da viele kleine Umgebungsdetails akustisch wahrnehmbar sind.


Spielerlebnis auf der PlayStation 5 – Sehr komfortables RPG

Auf der PS5 fühlt sich Avowed überraschend rund an. Die Steuerung ist gut an den Controller angepasst, die Menüs sind übersichtlich und die Navigation funktioniert intuitiv.

Gerade auf der Konsole entfaltet das Spiel seine Stärken:

  • entspanntes Erkunden vom Sofa
  • lange Sessions ohne Stress
  • stabile Performance
  • angenehme Steuerung

Das Spieltempo ist bewusst ruhiger als bei vielen Action-RPGs, was perfekt zu längeren Story-Sessions passt.


Umfang & Langzeitmotivation – Viel Inhalt für Rollenspiel-Fans

Avowed bietet eine umfangreiche Kampagne mit zahlreichen Nebenquests, Fraktionen und Entscheidungsmöglichkeiten. Wer die Welt gründlich erkundet, kann problemlos viele Stunden investieren.

Zusätzlich sorgen verschiedene Builds und Entscheidungswege für Wiederspielwert. Gerade Spieler, die gerne unterschiedliche Spielstile ausprobieren, kommen hier auf ihre Kosten.


Kritikpunkte – Gute Basis, aber kein Genre-Meisterwerk

So gelungen Avowed insgesamt ist, gibt es einige Punkte, die nicht jeden Spieler überzeugen werden:

  • Kampfsystem wird auf Dauer etwas repetitiv
  • Welt stellenweise etwas statisch
  • Inszenierung nicht auf absolutem AAA-Niveau
  • Kein revolutionärer Schritt im Genre

Das Spiel setzt bewusst auf klassische RPG-Tugenden statt auf große Innovationen.


Fazit – Starkes, klassisches Fantasy-RPG mit viel Atmosphäre

Avowed auf der PS5 ist ein sehr solides und atmosphärisches Rollenspiel, das vor allem durch Story, Entscheidungsfreiheit und eine dichte Fantasy-Welt überzeugt. Es erfindet das Genre nicht neu, liefert aber ein rundes, durchdachtes Spielerlebnis mit klarer Rollenspiel-DNA.

Wer ein ruhigeres, storygetriebenes RPG mit viel Freiheit und Erkundung sucht, wird hier lange Spaß haben. Action-Fans, die ein spektakuläres Blockbuster-Erlebnis erwarten, könnten es hingegen als etwas zu klassisch empfinden.


Bewertung: 8 / 10

✅ Stärken

  • Starke Atmosphäre und Worldbuilding
  • Entscheidungsfreiheit mit echten Konsequenzen
  • Flexible Builds (Magie, Nahkampf, Hybrid)
  • Sehr angenehmes Spielerlebnis auf PS5
  • Umfangreiche Welt mit vielen Quests

❌ Schwächen

  • Kampfsystem teilweise repetitiv
  • Kein großer Innovationssprung im Genre
  • Technisch solide, aber nicht spektakulär


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