Die Metal Gear-Reihe ist seit Jahrzehnten eng mit dem Stealth-Genre verbunden. Dennoch hätte das Franchise beinahe einen ganz anderen Weg eingeschlagen. Wie Hideo Kojima nun enthüllte, gab es vor einigen Jahren konkrete Gespräche über einen Ego-Shooter im Metal-Gear-Universum – entwickelt von den Machern von Titanfall.
Gespräche mit Vince Zampella
Die Enthüllung erfolgte im Rahmen des DICE Summit, wo Kojima über ein früheres Gespräch mit Vince Zampella sprach. Zampella, Mitgründer von Respawn Entertainment, war zu dieser Zeit maßgeblich an der Entwicklung der Titanfall-Reihe beteiligt.
Laut Kojima wurde kurz vor seinem Ausscheiden bei Konami Ende 2015 über ein FPS-Projekt im Solid-Snake-Universum diskutiert. Konkrete Details wurden nie öffentlich gemacht, doch offenbar war die Idee ernsthaft in Erwägung gezogen worden.
Auch Brancheninsider Geoff Keighley bestätigte auf der Veranstaltung, dass Kojima und Zampella mehrfach über einen Metal-Gear-Ego-Shooter gesprochen hätten.
Titanfall-Expertise für Solid Snake

Ob es sich um ein Spin-off oder einen vollständigen Serienableger gehandelt hätte, bleibt unklar. Fest steht jedoch: Das Projekt wurde nie realisiert.
Metal Gear ohne Kojima – kein Novum

Nach Kojimas Abschied gründete er Kojima Productions, während die Rechte an der Reihe weiterhin bei Konami verblieben. Erst kürzlich veröffentlichte der Publisher das Remake Metal Gear Solid Δ: Snake Eater, das den dritten Serienteil modernisiert.
Wird ein Metal-Gear-FPS jemals Realität?
Ob ein Ego-Shooter im Metal-Gear-Universum jemals umgesetzt wird, bleibt offen. Die Entscheidung liegt letztlich bei Konami. Kojima selbst ist seit über einem Jahrzehnt nicht mehr an der Marke beteiligt.
Rückblickend bleibt die Vorstellung eines von Respawn entwickelten Metal-Gear-FPS eine spannende „Was-wäre-wenn“-Geschichte der Spieleindustrie – ein Projekt, das beinahe Realität geworden wäre.




