Seit dem Release von Cyberpunk 2077 wünschen sich viele Spieler einen Third-Person-Modus – zumindest für Kämpfe. Für die Entwickler bei CD Projekt RED war die Ego-Perspektive jedoch kein Zufall, sondern ein bewusstes erzählerisches Werkzeug.
Nun hat sich der Creative Director des Nachfolgers zu Wort gemeldet und erklärt, warum Third-Person aus narrativer Sicht nicht zur DNA von Cyberpunk passt.
First-Person sorgt für stärkere Immersion
Auf Bluesky erklärte Creative Director Igor Sarzyński, dass viele der intensivsten Momente in Cyberpunk 2077 in einer Third-Person-Perspektive nicht die gleiche Wirkung gehabt hätten.
Die Figur „V“ sei bewusst als eine Art Avatar angelegt – also als Projektion des Spielers in die Welt. Die Ego-Perspektive verstärke dieses Gefühl erheblich und mache Dialoge, Begegnungen und Story-Momente persönlicher.
Third-Person passt besser zu fest definierten Figuren
Sarzyński nennt Beispiele, bei denen Third-Person aus seiner Sicht ideal funktioniert: klar definierte Charaktere, deren Geschichte der Spieler nacherlebt.
Dazu zählen für ihn:
- Kratos aus God of War Ragnarök
- Ellie aus The Last of Us Part II
- Geralt von Riva aus The Witcher 3: Wild Hunt
Diese Figuren seien stark vorgegeben und nicht als leere Hülle für den Spieler gedacht. Deshalb funktioniere eine Außenperspektive hier deutlich besser.
Beispiel Johnny Silverhand zeigt das Problem
Ein konkretes Beispiel aus Cyberpunk 2077 ist Johnny Silverhand. In der Ego-Perspektive wird klar, dass nur der Spieler diese digitale Erscheinung sieht. In Third-Person könnte leicht der Eindruck entstehen, andere NPCs würden ihn ebenfalls wahrnehmen, was die Inszenierung verfälschen würde.
http://playstationinfo.de.w0213555.kasserver.com/2026/01/12/ein-spieler-wollte-alles-falsch-machen-und-entdeckte-eine-ganz-neue-seite-von-cyberpunk-2077/
Auch intime Dialoge und Story-Sequenzen hätten laut Sarzyński in Third-Person an Intensität verloren.
Bedeutet das auch etwas für Cyberpunk 2?
Ob Cyberpunk 2 weiterhin ausschließlich auf die Ego-Perspektive setzt, wollte Sarzyński nicht bestätigen. Seine Zurückhaltung lässt zumindest offen, dass das Studio über verschiedene Ansätze nachdenkt.
Fest steht jedoch: CD Projekt RED betrachtet die Perspektive nicht als reine Gameplay-Entscheidung, sondern als zentrales Element der Erzählweise.
Quelle:https://bsky.app/profile/srznsk.bsky.social/post/3mdsstho54s22
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Die Diskussion über die Perspektive ist spannend. Ich bin neugierig auf die nächsten Spiele.
Ich verstehe den Punkt, aber ich denke, Third-Person könnte auch gut funktionieren.
Es macht Sinn, dass die Perspektive zur Geschichte passt. Mal sehen, wie es in Cyberpunk 2 aussieht.
Die Immersion in der Ego-Perspektive klingt gut, aber manchmal vermisse ich die Third-Person-Sicht.
Ich finde die Erklärung interessant, aber ich hätte Third-Person gerne ausprobiert.