NewsHistorischer Wendepunkt: Battlefield 6 überholt erstmals Call of Duty

Historischer Wendepunkt: Battlefield 6 überholt erstmals Call of Duty

Das Jahr 2025 geht bereits jetzt als eines der außergewöhnlichsten Jahre in die Geschichte der Spieleindustrie ein. Erstmals seit Bestehen der großen Shooter-Franchises konnte Battlefield seinen langjährigen Rivalen Call of Duty in den Verkaufscharts überholen. Verantwortlich dafür ist der enorme Erfolg von Battlefield 6, der den Markt spürbar durcheinandergewirbelt hat.

Battlefield 6 dominiert die Verkaufscharts

Laut Daten des Marktforschungsunternehmens Circana führte Battlefield 6 die Jahrescharts an und sicherte sich Platz sechs unter den meistverkauften Spielen des Jahres – ein historischer Erfolg für Electronic Arts. Besonders auf Xbox und PC war der Shooter konkurrenzlos, während er auf PlayStation lediglich von NBA 2K26 geschlagen wurde.

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Der Erfolg spiegelt sich auch in den Zahlen wider: Battlefield 6 verkaufte sich rund sieben Millionen Mal innerhalb von nur drei Tagen und erhielt überwiegend sehr positive Kritiken. Für die traditionsreiche Reihe markiert dies einen klaren Wendepunkt.

Call of Duty rutscht überraschend ab

Historischer Wendepunkt: Battlefield 6 überholt erstmals Call of Duty - PlayStationInfoGanz anders sieht es für Call of Duty: Black Ops 7 aus. Der neueste Teil der Serie landete in der Jahreswertung lediglich auf Platz fünf und musste sich neben Battlefield 6 auch Borderlands 4 sowie Monster Hunter: Wilds geschlagen geben.

Für die Call-of-Duty-Reihe ist dies die schlechteste Platzierung seit 2008, als World at War nur Rang sechs erreichte. Ein wesentlicher Faktor dürfte die Veröffentlichung im Game Pass gewesen sein, die zwar die Reichweite erhöhte, jedoch die klassischen Verkaufszahlen drückte.

Übersättigung und Qualitätsdebatte

Branchenbeobachter sehen zudem Anzeichen einer zunehmenden Übersättigung des Marktes. Bereits nach dem Release von Black Ops 6 im Vorjahr hatten sich erste Ermüdungserscheinungen gezeigt. Battlefield 6 profitierte davon und konnte zahlreiche Spieler zurückgewinnen, die mit der Qualität und Ausrichtung von Call of Duty unzufrieden waren.

Diese Entwicklung spiegelt sich auch in den Nutzerbewertungen wider: Black Ops 7 erhielt auf Steam überraschend viele negative Rezensionen – ein ungewohntes Bild für die sonst so dominante Shooter-Serie.

Warnende Stimmen aus der Branche

Rückblickend wirken die Aussagen von Glen Schofield, dem ehemaligen Call-of-Duty-Regisseur und Schöpfer von Dead Space, beinahe prophetisch. Bereits im vergangenen Jahr äußerte er Zweifel daran, ob die Unternehmenskultur von Microsoft langfristig mit den kreativen Anforderungen einer so umfangreichen Marke vereinbar sei. Die aktuellen Verkaufszahlen scheinen diese Bedenken zumindest teilweise zu bestätigen.

Ein neues Kräfteverhältnis?

Sowohl Battlefield 6 als auch Call of Duty: Black Ops 7 sind für PC, PlayStation 5 und Xbox Series X|S erhältlich. Ob es sich bei diesem Erfolg um eine einmalige Ausnahme oder den Beginn eines dauerhaften Machtwechsels im Shooter-Genre handelt, bleibt abzuwarten. Fest steht jedoch: 2025 hat gezeigt, dass selbst scheinbar unangreifbare Marken ins Wanken geraten können.

Quelle:https://www.videogameschronicle.com/news/battlefield-outsold-call-of-duty-for-the-first-time-ever-last-year-as-black-ops-7-dropped-to-5th-place/

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