Ein ehemaliger Bethesda-Entwickler hat sich kritisch zur aktuellen Entwicklung großer Open-World-Spiele geäußert und fordert für The Elder Scrolls 6 einen anderen Ansatz als bei Starfield. Nate Purkeypile, früher als World Artist unter anderem an Skyrim, Fallout 3 und Fallout 4 beteiligt, sieht die enorme Größe moderner Spiele zunehmend als Nachteil.
In einem Interview mit Esports Insider erklärte Purkeypile, dass die gewaltige Dimension von Starfield für ihn eher eine Schwäche als eine Stärke gewesen sei. Zwar sei das Science-Fiction-Rollenspiel technisch beeindruckend, doch die schiere Größe der Spielwelt habe nicht automatisch zu einem besseren Spielerlebnis geführt.
Fokus auf Qualität statt Größe
Purkeypile plädiert dafür, dass The Elder Scrolls 6 sich auf eine einzelne Region von Tamriel konzentrieren sollte, anstatt zu versuchen, Starfield in Sachen Umfang zu übertreffen. Seiner Meinung nach sei eine kompaktere, dafür dichter und detailreicher gestaltete Welt für ein Rollenspiel langfristig überzeugender.

Kritik an moderner AAA-Design-Philosophie
Der Entwickler kritisiert einen allgemeinen Trend in der Branche, bei dem neue AAA-Spiele vor allem mit größeren Karten und mehr Quadratkilometern werben. Dieses Denken führe oft dazu, dass Welten zwar groß, aber weniger abwechslungsreich und lebendig wirken.
Stattdessen spricht sich Purkeypile für ein Design aus, bei dem jede Region, jeder Ort und jede Quest spürbar Bedeutung hat. Ein dichteres Design könne Spieler stärker binden als eine riesige, aber inhaltlich dünnere Welt.
Wie wird The Elder Scrolls 6 aussehen?
Welche Richtung Bethesda letztlich einschlägt, bleibt offen. Studioleiter Todd Howard hatte The Elder Scrolls 6 bereits als das bisher „ambitionierteste Projekt“ des Studios bezeichnet. Ob sich diese Ambition in einer größeren Welt oder in einer höheren Detailtiefe widerspiegelt, ist bislang nicht bekannt.
Quelle:https://esportsinsider.com/2026/01/nate-purkeypile-world-builder-skyrim-fallout-interview
Die Aussagen des früheren Entwicklers zeigen jedoch, dass selbst innerhalb von Bethesda die Diskussion über Größe versus Qualität weitergeführt wird – ein Thema, das auch bei den Fans für Gesprächsstoff sorgt.

