Dienstag, Januar 13, 2026
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Ubisoft schließt Studio in Halifax – 71 Stellen fallen weg, Zusammenhang mit Gewerkschaftsgründung wird verneint

Die Entlassungswelle in der Spielebranche setzt sich zu Beginn des Jahres 2026 fort. Ubisoft hat offiziell bestätigt, sein Studio im kanadischen Halifax zu schließen. Von der Entscheidung sind insgesamt 71 Mitarbeiter betroffen, die ihren Arbeitsplatz verlieren werden.

Studio-Schließung kurz nach Gewerkschaftsbildung

Besondere Aufmerksamkeit erhält der Zeitpunkt der Schließung: Nur wenige Tage zuvor hatten sich 61 Beschäftigte des Studios der Game & Media Workers Guild of Canada (Local 30111) angeschlossen. Die Gewerkschaft wurde am 18. Dezember 2025 offiziell anerkannt und tritt unter dem Namen Ubisoft Workers of Canada – Halifax auf.

Ubisoft weist jedoch ausdrücklich darauf hin, dass kein Zusammenhang zwischen der Gewerkschaftsbildung und der Schließung des Studios bestehe. Laut Unternehmensangaben sei die Entscheidung bereits deutlich früher gefallen.

Teil einer langfristigen Restrukturierung

In einer Stellungnahme erklärte Ubisoft, dass die Schließung Teil einer umfassenden, seit rund zwei Jahren laufenden Restrukturierungsstrategie sei. Ziel dieser Maßnahmen sei es, Abläufe zu optimieren, die Effizienz zu steigern und Kosten zu senken.

In den vergangenen 24 Monaten hat Ubisoft unternehmensweit Maßnahmen umgesetzt, um Strukturen zu verschlanken und wirtschaftlich effizienter zu arbeiten. In diesem Zuge wurde die schwierige Entscheidung getroffen, das Studio in Halifax zu schließen.

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Das Unternehmen betont, dass diese Maßnahme unabhängig von gewerkschaftlichen Aktivitäten erfolgt sei und man das Recht der Mitarbeiter auf Organisation respektiere.

Unterstützung für betroffene Mitarbeiter zugesagt

Ubisoft teilte außerdem mit, dass den betroffenen Beschäftigten Abfindungen sowie zusätzliche Unterstützungsangebote für den weiteren beruflichen Weg zur Verfügung gestellt werden sollen. Konkrete Details zu Umfang und Dauer dieser Maßnahmen wurden bislang nicht genannt.

Fokus auf Mobile-Games

Das Studio in Halifax war vor allem für die Entwicklung von Mobile-Games zuständig, die auf bekannten Ubisoft-Marken basierten. Dazu zählten unter anderem Titel aus den Franchises Rainbow Six und Assassin’s Creed.

Ein weiteres Zeichen für den Druck in der Branche

Die Schließung reiht sich in eine Serie von Einschnitten ein, die die internationale Spieleindustrie weiterhin prägen. Steigende Kosten, Umstrukturierungen und veränderte Marktbedingungen zwingen selbst große Publisher wie Ubisoft zu harten Entscheidungen.

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