Dienstag, Januar 13, 2026
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Verliert Battlefield 6 an Boden? Spielerzahlen sinken spürbar – und DICE steht unter Zugzwang

Battlefield 6 ist wirtschaftlich gesehen ein großer Erfolg für Electronic Arts. Dennoch mehren sich Monate nach dem Release die Anzeichen, dass der Shooter insbesondere auf dem PC an Spieler verliert. Auf Steam liegt die durchschnittliche tägliche Spielerzahl inzwischen bei etwas über 100.000 – ein deutlicher Rückgang im Vergleich zum Launch, als zeitweise mehr als 600.000 Spieler gleichzeitig aktiv waren.

Zwar sind konkrete Zahlen für PlayStation 5 und Xbox Series X|S nicht öffentlich einsehbar, doch es gilt als wahrscheinlich, dass auch dort ein ähnlicher Trend zu beobachten ist. In der Community wird daher zunehmend diskutiert, ob Entwickler DICE das Spiel mit gezielten Anpassungen wieder stabilisieren kann.

Woran liegt der Spielerschwund?

Einen einzelnen Auslöser gibt es vermutlich nicht. Vielmehr kommen mehrere Faktoren zusammen: Ein aus Sicht vieler Spieler eher zurückhaltender Start von Season 1, starke Konkurrenz durch andere Shooter-Veröffentlichungen und eine wachsende Unzufriedenheit mit bestimmten Designentscheidungen.

Besonders häufig wird das Thema KI-gesteuerte Bots genannt. In einigen Regionen – etwa in Teilen Asiens oder des Nahen Ostens – tauchen diese regelmäßig in regulären Matches auf. Zwar helfen Bots dabei, Lobbys zu füllen, viele Spieler empfinden sie in einem Vollpreis-Multiplayer-Spiel jedoch als störend. Zudem entsteht schnell der Eindruck, das Spiel habe nicht genügend aktive Nutzer, um Matches vollständig mit echten Spielern zu besetzen.

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Klassenidentität als Streitpunkt

Ein weiterer Kritikpunkt betrifft das Klassensystem. Während frühere Battlefield-Teile klar definierte Rollen boten – etwa Sanitäter, Versorger, Ingenieure oder Aufklärer – sind diese Grenzen in Battlefield 6 deutlich aufgeweicht. Da nahezu jede Klasse jede Waffe nutzen kann, verlieren klassische Rollen an Bedeutung.

In der Praxis führt das dazu, dass bestimmte Klassen in vielen Spielmodi als weniger relevant wahrgenommen werden, während andere nahezu unverzichtbar sind. Zusätzlich erschweren Skins und kosmetische Anpassungen die schnelle Erkennung von Gegnerrollen, was gerade in hektischen Gefechten zum Nachteil werden kann.

Langwieriger Fortschritt bei Waffen

Auch das Fortschrittssystem für Waffenaufsätze steht in der Kritik. Zwar wurden die ersten Freischaltungen beschleunigt, essenzielle Anbauten wie größere Magazine oder wichtige Zielhilfen befinden sich jedoch oft am Ende des Fortschrittsbaums. Das zwingt Spieler dazu, viele Stunden mit einer einzelnen Waffe zu verbringen, bevor sie ihr volles Potenzial entfalten kann.

Für einige sorgt dies zwar für Langzeitmotivation, andere empfinden den Grind jedoch als zu aufwendig – insbesondere dann, wenn sie verschiedene Waffen ausprobieren möchten.

Fehlender Serverbrowser

Ein Wunsch, der die Community bereits vor dem Release begleitet hat, ist ein klassischer Serverbrowser für offizielle Spielmodi. Zwar existiert über Battlefield Portal eine eingeschränkte Lösung, viele Spieler sehen darin jedoch keinen vollwertigen Ersatz. Ein umfassender Serverbrowser könnte helfen, gezielt Matches ohne Bots zu finden oder laufende Partien nach bevorzugten Karten und Modi auszuwählen.

Bislang deutet jedoch wenig darauf hin, dass DICE dieses Feature kurzfristig integrieren will.

Blick nach vorn: Kann Season 2 das Ruder herumreißen?

Trotz aller Kritikpunkte ist Battlefield 6 keineswegs am Ende. Neue Inhalte, Balance-Anpassungen und mögliche Qualitätsverbesserungen könnten mit kommenden Updates neue Impulse setzen. Gerade Season 2 wird für viele als wichtiger Prüfstein gesehen, ob es dem Spiel gelingt, bestehende Spieler zu halten und vielleicht sogar verlorene Nutzer zurückzugewinnen.

Ob dies gelingt, hängt maßgeblich davon ab, wie stark Entwickler und Publisher auf das Feedback der Community reagieren.

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