ARC Raiders hat sich seit seinem Release Ende 2025 zu einem der erfolgreichsten Multiplayer-Titel der letzten Jahre entwickelt. Nun hat Patrick Söderlund, CEO von Embark Studios, neue Details zum Matchmaking-System des Spiels bestätigt – und diese erklären einen Teil des anhaltenden Erfolgs.
Matchmaking berücksichtigt mehr als nur Skill
Im Gespräch mit GamesBeat erklärte Söderlund, dass ARC Raiders mehrere Faktoren nutzt, um Spieler in passende Lobbys einzuordnen. Grundlage ist zwar weiterhin ein skillbasiertes Matchmaking, doch dabei bleibt es nicht. Zusätzlich unterscheidet das System zwischen Solo-, Duo- und Trio-Spielern und berücksichtigt seit Kurzem auch den individuellen Spielstil.
Konkret analysiert das Spiel, ob sich Spieler eher auf PvE-Inhalte konzentrieren oder aktiv die Konfrontation mit anderen Spielern im PvP suchen. Wer bevorzugt Maschinen bekämpft und Konflikte meidet, wird häufiger mit ähnlich spielenden Raiders zusammengeführt. Spieler, die gezielt den Kampf suchen, landen dagegen öfter in aggressiveren Lobbys.

Schutz vor Frust – ohne PvP zu entfernen
Bereits zuvor hatte Art Director Robert Sammelin angedeutet, dass ARC Raiders das Verhalten der Spieler analysiert und entsprechend matcht. Die nun bestätigte Trennung nach PvE- und PvP-Neigung liefert erstmals ein klareres Bild davon, wie das System funktioniert.
Gerade im Survival- und Extraction-Genre ist dieses Vorgehen ungewöhnlich, aber sinnvoll. In vielen vergleichbaren Spielen sorgen extrem aggressive Spieler regelmäßig für Frust bei jenen, die lieber erkunden, looten und kooperativ spielen. ARC Raiders versucht gezielt, diese Reibung zu reduzieren – ohne den PvP-Aspekt komplett auszuschalten.
Hohe Spielerbindung gibt dem Ansatz recht
Der Erfolg scheint dem Konzept recht zu geben. Während andere große Shooter wie Battlefield 6 kurz nach Release einen Großteil ihrer Spielerschaft verloren haben, konnte ARC Raiders laut Söderlund rund 90 Prozent der Spieler halten. Für eine neue Marke im Live-Service-Bereich ist das ein außergewöhnlicher Wert.
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Auch das oft kritisierte Skill-based Matchmaking scheint hier besser akzeptiert zu werden als in anderen Serien. Während Titel wie Call of Duty: Black Ops 7 zuletzt bewusst darauf verzichtet haben, zeigt ARC Raiders, dass ein gut abgestimmtes System langfristig sogar zur Stabilität der Community beitragen kann.
Offene Fragen bleiben
Nicht alle Details des Matchmaking-Systems wurden offengelegt. Unklar ist etwa, wie Gruppen mit gemischtem Spielstil – etwa ein PvE-orientierter Spieler in Kombination mit einem aggressiven PvP-Spieler – priorisiert werden. Solche Algorithmen bleiben erfahrungsgemäß Geschäftsgeheimnisse der Entwickler.
Fest steht jedoch: Embark Studios verfolgt einen datengetriebenen Ansatz, der darauf abzielt, möglichst vielen Spielern das Erlebnis zu bieten, das sie sich von ARC Raiders wünschen. Für die langfristige Gesundheit des Spiels könnte genau das entscheidend sein.
Quelle:https://gamesbeat.com/inside-arc-raiders-a-candid-interview-with-game-leaders-patrick-soderlund-and-owen-mahoney-while-playing-live/
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