Ein neues YouTube-Video des Creators RobBubble sorgt derzeit für Diskussionen in der Influencer-Szene. In einer umfangreichen Undercover-Recherche erhebt er schwere Vorwürfe gegen die Plattform Fanblast, an deren Gründung auch Streamer Jens „Knossi“ Knossalla beteiligt war. Im Zentrum stehen mögliche Irreführung von Nutzern und die Frage, wer tatsächlich hinter der Kommunikation zwischen Influencern und Fans steckt.
Ein aktuelles Recherchevideo des Content Creators, Schauspielers und Moderators Robin Blase, bekannt als RobBubble, hat in den vergangenen Tagen große Aufmerksamkeit erregt. In dem rund einstündigen Beitrag schildert Blase die Ergebnisse einer eigenen, einjährigen Undercover-Recherche zur Influencer-Plattform Fanblast.
Fanblast bietet Influencern die Möglichkeit, ihre angeblich private WhatsApp-Nummer kostenpflichtig an Fans weiterzugeben, um einen direkten Austausch zu ermöglichen. Laut RobBubble soll dieses Versprechen in vielen Fällen jedoch nicht eingehalten worden sein.
Vorwurf: Kommunikation angeblich über Dritte
Nach Darstellung von RobBubble sollen Fans in zahlreichen Fällen nicht mit den beworbenen Influencern selbst, sondern mit Mitarbeitenden externer Agenturen kommuniziert haben. Diese hätten sich demnach als die jeweiligen Influencer ausgegeben. Grundlage dieser Vorwürfe sind laut Video Gespräche mit Whistleblowern, interne Chatverläufe sowie eigene verdeckte Recherchen.
RobBubble spricht dabei von einem möglichen systematischen Vorgehen, bei dem Nutzer zu weiteren kostenpflichtigen Inhalten animiert worden seien. Ob es sich hierbei um strafrechtlich relevantes Verhalten handelt, ist bislang nicht abschließend geklärt.
Gerichtliche Auseinandersetzungen bereits erfolgt
Unabhängig von der aktuellen Recherche gab es in der Vergangenheit bereits juristische Auseinandersetzungen rund um Fanblast. Nach öffentlich zugänglichen Urteilen klagte ein Wettbewerber wegen irreführender Werbung und bekam in zwei Verfahren Recht. Demnach sei der Eindruck erweckt worden, dass Fans direkt mit den Influencern schreiben, obwohl dies nicht immer der Fall gewesen sei.
Diese Urteile betreffen das Wettbewerbsrecht und stellen keine strafrechtliche Verurteilung dar.
Verbindungen zu Agenturen thematisiert
In seinem Video wirft RobBubble zudem die Frage auf, inwiefern Fanblast als Plattformbetreiber Kenntnis von den beschriebenen Abläufen gehabt haben könnte. Er nennt Indizien, die auf eine Zusammenarbeit mit bestimmten Agenturen hindeuten könnten. Die Plattform selbst weist Vorwürfe dieser Art zurück.
Knossi distanziert sich öffentlich
Kurz nach Veröffentlichung des Videos äußerte sich Jens „Knossi“ Knossalla in einem öffentlichen Kommentar. Er erklärte, dass er seit über zwei Jahren nicht mehr operativ in die Firma eingebunden sei und keinen Einfluss auf die aktuelle Ausrichtung gehabt habe. Zudem betonte er, dass er sich von den derzeitigen Inhalten und Geschäftsmodellen distanziere und bereits dabei sei, seine verbliebenen Anteile abzugeben.
Offene Fragen und laufende Diskussion
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels liegen keine offiziellen Ermittlungsankündigungen von Behörden vor. Die in dem Video dargestellten Vorwürfe stellen den aktuellen Stand der Recherche dar und wurden von den genannten Unternehmen teilweise bestritten oder nicht kommentiert.
Der Fall sorgt dennoch für eine breite Debatte über Transparenz, Verantwortung und ethische Grenzen im Influencer-Marketing.
Hinweis: Die genannten Vorwürfe beruhen auf der Darstellung eines Recherchevideos sowie öffentlich zugänglichen Informationen. Eine abschließende rechtliche Bewertung liegt derzeit nicht vor.
Update 2 (09.01.26)
Update (16. Dezember 2025): Fanblast nimmt Stellung
Fanblast weist Vorwürfe zurück
Auf Anfrage erklärte Patrick Stasek, CEO und Gründer von Fanblast, dass die im Recherchevideo erwähnte Agentur „ein komplett autark und selbstständig agierendes Unternehmen“ gewesen sei. Fanblast habe weder eine Beteiligung an der Agentur noch Einfluss auf deren operative Abläufe gehabt. Die Zusammenarbeit sei bereits vor längerer Zeit beendet worden. In diesem Zusammenhang seien auch die Allgemeinen Geschäftsbedingungen angepasst worden, um eine missbräuchliche Nutzung der Plattform ausdrücklich auszuschließen.
Zudem betont das Unternehmen, dass Jens „Knossi“ Knossalla lediglich zu den frühen Gründern von Fanblast zählte und nur einen kleinen Anteil am Unternehmen halte. Weder Knossalla noch Fanblast seien an der kritisierten Agentur beteiligt gewesen. Nach Angaben des Unternehmens sei die Zusammenarbeit mit der Agentur beendet worden.
Fanblast erklärte darüber hinaus, dass der Anmeldeprozess der Plattform an mehreren Stellen ausdrücklich darauf hinweise, dass der Dienst für den direkten Kontakt zwischen Fans und Influencern vorgesehen sei. Aktuell prüfe das Unternehmen rechtliche Schritte gegen den Ersteller des YouTube-Videos.
Quelle: Mail von Fanblast


Ich habe das Video auch gesehen. Es gibt viele Fragen zu Fanblast. Ich hoffe, dass alles klar wird.
Das Video von RobBubble ist interessant. Ich finde es gut, dass er solche Themen anspricht. Mal sehen, was dabei rauskommt.