Die jüngsten Entlassungen bei Rockstar Games haben die Branche aufgeschreckt – und eine neue Recherche liefert nun Details, die das ganze Ausmaß erst richtig sichtbar machen. Während Rockstar öffentlich beteuert, die Kündigungen hätten „nichts mit Gewerkschaftsaktivitäten zu tun“, zeichnet ein Bericht des YouTube-Kanals People Make Games ein deutlich komplexeres Bild.
Demnach stehen eine Reihe interner Discord-Nachrichten im Zentrum der Ereignisse, die schließlich zur massiven Entlassung von 34 Entwicklerinnen und Entwicklern geführt haben sollen. Die nun öffentlich gewordenen Inhalte zeigen, wie sich eine harmlose Diskussion über geänderte Unternehmensrichtlinien zu einem folgenschweren Konflikt entwickelte.
Ein unerwarteter Auslöser: Rockstar verschärft Slack-Regeln
Bereits Anfang Oktober 2025 führte Rockstar eine Überarbeitung seiner Slack-Nutzungsregeln ein – ein Schritt, der zwar unspektakulär wirkt, aber intern auf massiven Widerstand stieß. Laut mehreren Quellen wurden zahlreiche bisher übliche Chats einfach gelöscht, weil sie angeblich „ablenkend“ seien oder „zu unangemessenem Verhalten führen“ könnten.

Ein User fragte etwa, ob es überhaupt Belege gebe, dass die entfernten Slack-Kanäle „wirklich einen messbaren negativen Einfluss“ gehabt hätten. Andere schlossen sich an – ein üblicher Meinungsaustausch, wie er auf einem privaten Server normal erscheint.
Doch offenbar blieb der Chat nicht privat.
Wie Rockstar an die Discord-Nachrichten gelangte
Laut People Make Games wurde die Studioleitung auf die Diskussion aufmerksam, nachdem ein Mitglied des Servers die Inhalte an die Führung weitergeleitet hatte. Diese Person soll weder Teil der Gewerkschaft noch von den späteren Entlassungen betroffen gewesen sein.
Damit begann eine interne Untersuchung.
Im Rahmen dieser Überprüfung soll Rockstar schließlich einen Weg gefunden haben, Zugriff auf die Nachrichten des Discord-Servers zu erhalten. Ob dies durch direkte Weiterleitung, Screenshots, Account-Zugriff oder andere Methoden geschah, bleibt unklar – doch die vorliegenden Nachweise lassen keinen Zweifel daran, dass das Unternehmen die Chats gesehen hat eine richtige playfront.
Kurze Zeit später folgte eine der größten Entlassungswellen der jüngeren Unternehmensgeschichte.
Die entlassenen Entwickler: Zufall – oder gezielt Gewerkschaftsmitglieder?
Von den 34 entlassenen Mitarbeitern waren viele Mitglied der Gewerkschaft, die sich 2024 bei Rockstar gebildet hatte. Dies führte schnell zu Spekulationen, dass die Entlassungen ein Versuch gewesen sein könnten, die Organisierung der Belegschaft zu schwächen.
Rockstar weist das zurück.
Laut offizieller Stellungnahme handelte es sich um „Verstöße gegen interne Richtlinien“, nicht um Gewerkschaftsunterdrückung. Doch die geleakten Discord-Nachrichten werfen Fragen auf:
- Die Inhalte zeigen keine Geschäftsgeheimnisse.
- Es ging um interne Prozesse, nicht um Leaks zu GTA 6 oder andere Projekte.
- Der Chat diente als Austauschforum für Mitarbeiter in ihrer Freizeit.
Eine Quelle betont sogar ausdrücklich:
„Ich erinnere mich an keinen einzigen Fall, in dem vertrauliche Spieldetails geteilt wurden.“
Das stellt Rockstars Argumentation in ein kritisches Licht.
Der zeitliche Ablauf wirkt auffällig
Der Bericht beschreibt auch die Umstände der Richtlinien-E-Mails, die alles ins Rollen brachten. Diese sollen nach 17:00 Uhr versendet worden sein – zu einem Zeitpunkt, an dem es den Angestellten untersagt ist, ihre Arbeitsmails zu checken.

Die Frage ist jedoch:
Waren diese Inhalte tatsächlich geheim?
Oder wollte Rockstar lediglich den Unmut über die strengen neuen Slack-Regeln im Keim ersticken?
Die offizielle Erklärung des Unternehmens überzeugt jedenfalls nicht alle.
Ein PR-Albtraum entsteht
Nachdem die Entlassungen publik wurden, reagierte die Community heftig:
- Auf X/Twitter sprachen viele Nutzer von „Union Busting“.
- Insider verglichen die Situation mit alten Crunch-Skandalen bei Rockstar.
- Gewerkschaften in den USA kommentierten den Fall und kritisierten die mangelnde Transparenz.
Rockstar reagierte ungewohnt schnell und sehr entschieden – ein klares Indiz dafür, dass man die öffentliche Wahrnehmung dieses Falls unbedingt kontrollieren wollte.
Doch das Video von People Make Games hat die Diskussion wieder entfacht.
Es zeigt Screenshots, Chat-Ausschnitte und Aussagen von Personen, die direkten Einblick in die Vorgänge hatten. Viele davon widersprechen der offiziellen Darstellung zumindest teilweise.
Die große Frage: Was bedeutet das für GTA 6?
Einige befürchten nun, dass dieser Vorfall Auswirkungen auf die laufende Produktion haben könnte – insbesondere, da viele entlassene Mitarbeiter in der QA-Abteilung arbeiteten, die für Testprozesse von GTA 6 zuständig ist.
QA-Teams sind traditionell anfälliger für unfaire Arbeitsbedingungen; Rockstar hatte in der Vergangenheit bereits Probleme in diesem Bereich. Dass ausgerechnet dort massiv Personal gekürzt wurde, hat intern wie extern für große Besorgnis gesorgt.
Das Fazit des Berichts: Mehr Fragen als Antworten
Der People Make Games-Bericht legt nahe, dass:
- Rockstar möglicherweise Chats privater Kommunikation überwacht oder eingesehen hat
- das Unternehmen strengere Kontrolle der internen Kommunikation durchsetzen will
- es eine direkte Verbindung zwischen den Slack-Regeländerungen und den Kündigungen gibt
- die offizielle Erklärung von Rockstar nur einen Teil der Wahrheit darstellt
Bislang hat Rockstar keine weiteren Statements abgegeben.
Fazit
Die neuen Enthüllungen zeigen ein deutlich komplizierteres Bild als ursprünglich angenommen. Was als scheinbar normale Diskussion unter Kollegen begann, führte zu einem der größten Personalabbrüche in der Geschichte des Studios.
Ob es ein Missverständnis war, ein Machtspiel oder ein bewusstes Zeichen an die Belegschaft – das wird möglicherweise nie vollständig ans Licht kommen.
Doch eines ist klar:
Dieser Fall wird Rockstar Games noch lange begleiten.
Quelle:
People Make Games (YouTube) – „The Messages Rockstar Saw Before Firing 34 Union Members“
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Rockstar sollte sich klarer ausdrücken. Die Leute sind verwirrt über die ganze Situation.
Die Verbindung zwischen den Regeln und den Entlassungen ist merkwürdig. Ich bin gespannt auf mehr Informationen.
Ich habe von diesen Slack-Regeln gehört. Es ist komisch, dass das so viel Aufsehen erregt.
Es gibt viele Fragen zu den Kündigungen. Die Situation scheint kompliziert zu sein.
Die Entlassungen sind echt krass. Mal sehen, ob Rockstar noch etwas dazu sagt.
Es ist interessant, was bei Rockstar passiert. Ich frage mich, wie es weitergeht.