Spielpause: Mit Mini-Spielen in Games noch mehr erleben

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Es sind die kleinen Dinge, die das Spielerlebnis zur großen Unterhaltung machen. Große Welten voller Details und Überraschungen sorgen auf der Konsole für unerwartete Freude bei den Spielern. Die Entwickler gehen zudem immer mehr auf die Option ein, kleine Spiele in den Games zu verstecken. Mit dem Mehr an Spielspaß haben die Macher aber durchaus andere Ideen im Sinn.

Das Entwickeln neuer Welten und das Kreieren noch spannenderen Abenteuern fordert die Spieleindustrie Jahr für Jahr heraus. Steigende Erwartungen der Fans, überraschende Game Plays und das Nehmen der nächsten Hürde in Richtung Meilenstein fordert die Gamingindustrie mit jeder neuen Veröffentlichung heraus. Das Prinzip „Spiel im Spiel“ hat sich dabei in den letzten Jahren zu einer beliebten Variante entwickelt, um noch mehr Spaß in die Konsolentitel zu bringen.

Durch den Einbau der kleinen Ablenkungen zum Hauptspiel haben die Entwickler einen cleveren Kniff gefunden, um das Belohnungsprinzip anzukurbeln. Statt dem klassischen Sammeln von Gegenständen oder Lösen von Rätseln, was Teil der meisten Hauptstory ist, werden Mini-Games integriert, die weitere Belohnungen oder besondere Dankeschöns bereithalten, um ein paar Extramünzen oder Goodies einzusacken. Hierbei stechen Casinospiele oder Poker oftmals hervor. Mit dem Eintritt in das virtuelle Casino kann der Spieler seiner Figur eine kurze Auszeit von dem eigentlichen Spiel gönnen.

 

Von Pokerrunden und Bonus-Levels

Die digitale Welt hat alles: Salons, Schwimmbäder, Kinos und Casinos. Das Abbild der realen Welt soll so detailgetreu wie möglich wiedergegeben werden und kennt keine Grenzen, um die Welten nach und nach auszubauen. Im Klassiker „Die Sims 3“ baute sich der Spieler im Add-On „Lucky Palms“ ein eigenes Casino, das unter dem Namen „Sim im Glück“ bekannt war. An Poker- und Roulettetischen konnten sich die Sim-Charaktere Punkte erspielen, die wiederum für neue Einrichtungsgegenstände oder Lebensmittel eingetauscht werden konnten. Fast wie im echten Leben. Der Clou an diesen Mini-Games war jedoch, dass zusammen mit anderen Playern virtuelle Pokerrunden stattfinden konnten. Eine soziale Angelegenheit, die dem Sim zeitgleich mehr Freude verschafften und für ein Wohlbefinden sorgte. Dies wiederum entsprach einer besseren Lebensqualität für den Sim, was entsprechend honoriert wurde. Auch Spielfiguren lieben Abwechslung.

Für besonders große Aufmerksamkeit sorgte die Integration des ersten Online-Casinos in ein RPG-Game: „Grand Theft Auto: San Andreas“, das seit letztem Jahr auch als Mobile Version erhältlich ist, öffnete die Pforten zum Caligulas Casino. Als Vorbild nahmen sich die Entwickler den Strip in Las Vegas vor und bauten um das Casino eine imposante Hotel- und Entertainmentlandschaft, in der Spieler sich mit echtem Geld vergnügen können. Ein Kino und große Penthouse-Suiten runden den Spaß im Casino ab. Poker, Slot Games und Pferderennen sind nur einige Mini-Games, bei denen der Spieler neue Ausstattung und exklusive Preise gewinnen kann: Hinter den Siegen verbergen sich Geldpreise, einmalige Autos als Sondereditionen und Extras für die getunten Wagen, die es in dieser Art nirgends zu erwerben gibt. Nur durch ein glückliches Händchen können diese Items ergattert werden. Ein großer Anreiz, der den Spieler veranlasst häufiger in das Casino zurückzukehren. Neben dem Caligula gibt es zudem noch das „Four Dragons“ und den „Casino Floor“ in „Grand Theft Auto“ zu besuchen.


Spielen zum Überleben

Ganz elementare Funktionen bringt das Pokerspiel in der harten Katastrophenserie „Fallout: New Vegas“ mit sich. Nach dem nuklearen Anschlag ist das Spielerparadies kaum wiederzuerkennen. Dennoch gibt es einige Elemente in der Stadt, die noch an die gute alte Zeit vor der Katastrophe erinnern. Im „Vikki und Vance“-Casino, benannt nach den gleichnamigen Banditen, herrscht bei der ersten Begehung Totenstille. Doch nach Lösung der Quest „Ich will einen Sheriff als Mann“ erwacht das Casino zum Leben und bietet mit diversen Slot Games, Roulette und Blackjack eine breite Auswahl an Zusatzspielen. Die Neueröffnung des Hauses ist wichtig, um sich bei den Mini-Games neue Ausrüstung und finanzielle Mittel zu erspielen. Dazu zählen weitere Chips, schützende Lederausrüstungen und Munition. Aber es ist Vorsicht geboten: Wer viel spielt, läuft Gefahr von dem Vergnügen ausgeschlossen zu werden: Ab einem Gewinn von 2.500 Chips streicht das Casino den Zutritt!

Harte Sitten und Regeln müssen Gamer auch in dem beliebten Western „Red Dead Redemption 2“ erfahren. Zwischen Angeln und Schusswechseln darf sich im Saloon den Mini-Spielen hingegeben werden. Hierbei stehen Blackjack, Poker als auch Domino zur Verfügung. Im Zentrum des Städtchens Saint Dennis steht der Saloon allen Spielern offen. Hier wartet bereits die Pokerrunde und eine Partie Domino auf alle Interessenten. Für eine Runde Blackjack reiten die Gamer nach Rhodes in den Staat Lemoyne. Der Trick bei diesen Mini-Spielen ist, dass sie alle gewonnen werden müssen. Erst dann wird die „Spielkind“-Trophäe ausgehändigt, die gleichwertig zu 10 Gamescore-Punkten ist. Wer sich nur auf ein Spiel konzentriert, erhält keine Belohnung für seine Mühen.

Neue Wege

Die Einbindung der kleinen Spiele gilt hauptsächlich der Belohnung und dem Vorankommen des eigentlichen Games. Auf der anderen Seite wird auch die Suche nach Hinweisen und Easter Eggs vorangetrieben. Je offener die Welten gestaltet sind, umso mehr zeigen sich die vielfältigen Möglichkeiten: Suchen und Finden lohnt sich besonders in den kleinen, unbedeutsamen Arealen. Es ist zum Sport geworden, Easter Eggs gezielt zu platzieren und den Entdeckerdrang der Gamer zu fördern. So bleibt das Spiel reizvoll und verlängert die Spieldauer erheblich. Zudem fördert es den Austausch in der Community, die sich mit hilfreichen Tipps zur Seite stehen. Wer da nicht Lust auf ein kleines Spielchen bekommt, ist selbst schuld.

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