PlayStation-5-Konsole

PlayStation 5 – Saturn wird von Verbraucherzentrale wegen Vorbestellungen abgemahnt

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Die Vorbestellungen der PlayStation 5 sind in jeder Welle im Chaos geendet. Saturn ist an dieser Situation wohl nicht ganz unschuldig und wird von der Verbraucherzentrale deswegen nun abgemahnt.

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Kurz nach Ankündigung der PlayStation 5 im September 2020, gab es zwei Vorbesteller-Wellen. Dieser Vorbestellungsprozess war ein totales Chaos. Auch bei Saturn und Media Markt. Viele Kunden warten bis heute noch auf ihre Bestellung.

Die Verbraucherzentrale Sachsen mit Sitz in Leipzig mahnte nun die Betreiber-Gesellschaft von saturn.de aufgrund einiger Ungereimtheiten ab. Unter anderem wegen unwirksamer Allgemeiner Geschäftsbedingungen (AGB), irreführender geschäftlicher Handlungen und verbraucherschutzwidriger Praktiken. Außerdem wurde das Unternehmen zur Abgabe einer Unterlassungserklärung aufgefordert. Sollte MediaMarktSaturn dieser Aufforderung nicht nachkommen, drohen dem Unternehmen ein Gerichtsprozess.

Grund der Abmahnung

Während aller Vorbesteller-Wellen wurde die PlayStation 5 unter anderem auch auf saturn.de angeboten. Besteller mussten bei Bestellung jeweils den vollen Kaufpreis als Vorauszahlung entrichten. Bei der Digital Edition waren es 399,99 Euro beziehungsweise 499,99 Euro bei der Disc Edition.

Jedoch bekamen alle Vorbesteller von Saturn und Konzernschwester MediaMarkt wenige Wochen vor offiziellem Release am 19. November 2020 eine Vorwarnung als Mail. In der hieß es, dass sich die Auslieferung verzögern könnte. Weitere Informationen blieben danach über Wochen hinweg aus. Der Hashtag #WoBleibtMeinePS5 war geboren.

Erst kurz vor Weihnachten musste der Konzern die Katze aus dem Sack lassen und ließ viele wartende Käufer erstmal im Stich. Denn das Unternehmen räumte ein, dass viele tausende Konsolen erst im neuen Jahr ausgeliefert werden können. Man bedenke, bei Saturn handelt es sich um den zweitgrößten Konsolen-Verkäufer in Deutschland. Neben einer Entschuldigung bot das Unternehmen den Betroffenen PlayStation-Plus-Guthaben im Wert von 25 Euro an oder ihre Bestellung zu stornieren.

Die Käufer gingen danach natürlich auf die Barrikaden und verurteilten die die Saturn-Informationspolitik, sowie die Tatsache, dass bei Bestellung der komplette Kaufpreis entrichtet werden musste. Saturn wiegte sich jedoch hierbei in Sicherheit und verwies auf die AGB. Denn dort heißt es, das bei Zahlung des Kaufpreises noch gar kein Kaufvertrag zustande gekommen ist.

„Erst durch den Versand der Ware oder eine Versandbestätigung will saturn.de hier einen Vertrag geschlossen sehen“

Was ist mit den stornierten Bestellungen?

Die Vorauszahlungen sollen natürlich wieder Rückerstattet werden. Laut der Verbraucherzentrale Sachsen ist die Dauer der Rückerstattung jedoch ungewiss.

„Wie lange das Unternehmen das Geld der Kund*innen einbehält, bleibt dabei völlig im Dunkeln, was insbesondere interessant ist, weil die  PS5 auch Mitte Januar noch als nicht lieferbar bei saturn.de gelistet wird“, so die Verbraucherzentrale Sachsen.

Das ist aus Sicht der Verbraucherzentrale nicht nur „unfreundlich“, sondern auch intransparent und daher unwirksam.

Die Verbraucher sind wohl von Anfang an davon ausgegangen, dass bei Bezahlung des vollen Preises auch ein Kaufvertrag mit Saturn abgeschlossen wurde. Wenn nämlich kein Kauf zustande gekommen wäre, warum sollte der Käufer dann den kompletten Betrag sofort bezahlen?

Egal wie das Verfahren gegen Saturn nun verläuft. Das Verfahren wird nun Signalwirkung haben und auch andere Online-Händler betreffen. Denn diese setzen vergleichbare Klausen ein wie eben Saturn. Allen Betroffenen bietet die Verbraucherzentrale Sachsen telefonisch oder per Email eine Beratung an. (Achtung! Es fallen Kosten an.) Des Weiteren sind auf der Homepage kostenlos Musterbriefe als Download verfügbar.

Was sagt ihr zu dem Verfahren?

PS5 bestellen – Händler rechnen diesen Monat mit großer Verkaufswelle * Update 6

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6 thoughts on “PlayStation 5 – Saturn wird von Verbraucherzentrale wegen Vorbestellungen abgemahnt

  1. Sie sollten lieber mal Sony abmahnen, weil deren Strategie zum Verkauf der PS5 einfach mal alles andere als gut verlief. Es gibt keine Kommunikation mit uns Endverbrauchern, wann wieder bestellt werden kann. Es wird auch irgendwie nichts gegen die Scalper und Wucherpreise unternommen und am Ende leidet der Kunde, weil er erstens leer ausgeht und zweitens dann tief in die Tasche greifen müsste, wenn er eine haben will.
    Frage mich bis heute, warum nicht einfach “normal” bestellt werden kann und dann werden die Bestellungen nacheinander abgearbeitet. Stattdessen muss man immer hoffen, dass irgendein Händler wieder Kontingente bekommt, diesen zum Verkauf anbietet und dann muss man Glück haben, noch auf die Seite zu kommen und die Bestellung abzuschließen.
    Alles in allem ist der gesamte Start und Verkauf der PS5 richtig mies gelaufen und hoffe, dass die daraus lernen und irgendwann in der Zukunft der Start der PS6 optimaler verläuft.

  2. wie gesagt sollte man einfach bestellen können und dann werden diese Bestellungen nacheinander abgearbeitet und beliefert, sobald die Ware wieder verfügbar ist. Dann hab ich als Kunde den Stress nicht, immer wieder auf eine neue Lieferung zu hoffen und es auf mehreren Seiten zu probieren. Am Ende ging ich bis jetzt bei jeder Welle leer aus. Stattdessen bekomme genug andere Leute eine, die sie nur für mehr Geld weiter verkaufen wollen ?‍♂️

  3. und inwiefern würde das die Situation verbessern?
    Scalper würden dann doch ebenfalls bestellen können. Dann werden mal eben 10.000 Bestellungen innerhalb einer Minute getätigt und ihre Bestellung ist dann 10.001

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