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Montag, Januar 30, 2023
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In-Game Käufe auf der PlayStation

In-Game-Käufe

Als In-Game Käufe bezeichnen wir alle Käufe, die während des Spielverlaufs getätigt werden. Nutzer haben dadurch die Möglichkeit, neue Spielfunktionen freizuschalten oder höhere Level zu erreichen. Auch schnellere und bessere Spielerfolge können durch die Zusatzkäufe erzielt werden. Die Kosten für diese Erweiterungen entstehen unabhängig davon, ob es sich um ein kostenpflichtiges oder ein kostenloses Spiel handelt.

In der Regel lässt sich über das Spielmenü ein Shop aufrufen, in dem Sie gegen Echtgeld In-Game-Käufe tätigen können. Je nach Spiel und Anbieter gibt es auch eine eigene In-Game-Währung, meist in Form von Punkten, Münzen, Diamanten oder Rohstoffen. Diese können für Folgekäufe im Spiel eingesetzt werden. Leider verliert man dadurch schnell den Überblick, wie viel Geld man tatsächlich ausgibt.

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Die drei am häufigsten auftretenden Beispiele für In-Game-Käufe sind

 

  • Virtuelle Währungen: Einige Spiele verfügen über eigene In-Game-Währungen, für die es in der Regel keinen festen Umrechnungskurs gibt. Sie können diese mit wenigen Klicks und echtem Geld kaufen und dadurch zum Beispiel Charaktere, Fähigkeiten oder Ausstattungen wie Kleidung oder Waffen im Spiel erwerben.
  • Pay-to-Win: Bei diesem Spielangebot können Sie durch den Einsatz von Geld schneller und einfacher zum Spielerfolg kommen.
  • Lootboxen: Lootboxen erscheinen im Spiel häufig in Form von Schatztruhen oder Kisten und enthalten virtuelle Gegenstände, die Sie im Spiel einsetzen können. Oft erfährt man erst nach dem Kauf, ob man die erworbenen Gegenstände auch wirklich brauchen kann.

 

Kostenfalle Free-to-Play-Spiele

Die sogenannten Free-to-Play-Spiele erscheinen erstmal sehr verlockend, denn sie können zunächst kostenfrei installiert werden, und der Einstieg ins Spiel erfolgt schnell und unkompliziert. Oft zeigen sich allerdings während des Spielverlaufs Nachteile gegenüber zahlenden Spielern. Daher werden den Nutzern häufig kostenpflichtige Erweiterungen angeboten, über die sie ihre Konkurrenzfähigkeit steigern können. Da die Anbieter ihre Games darüber finanzieren, geraten die Spiele schnell zur Kostenfalle. Besonders betroffen sind hiervon Kinder und Jugendliche, da sie durch die virtuellen Währungen nicht das Gefühl haben, dass sie echtes Geld ausgeben.

 

Gesetzliche Regelungen

Eine Untersuchung der Verbraucherzentralen hat gezeigt, dass es auf den Seiten der Spieleanbieter kaum Informationen dazu gibt, ob ein Spiel In-Game-Käufe enthält. Entweder waren diese Informationen gar nicht vorhanden, oder nur für Personen mit Kenntnissen der In-Game-Währungen zu erkennen. Derzeit gibt es noch keine gesetzliche Regelung, nach der Spieleanbieter verpflichtet sind, Zusatzkosten im Vorfeld anzugeben.

Besonders beim Thema Jugendschutz treten diesbezüglich Probleme auf, da Computerspiele fest zum Medienalltag von Kindern und Jugendlichen gehören und besonders Free-to-Play-Games bei dieser Altersgruppe beliebt sind. Die meisten Playstation-Inhalte erhalten Altersfreigaben von unabhängigen Stellen. Diese sagen aber lediglich etwas darüber aus, für welches Alter ein Spiel geeignet ist, und nicht darüber, ob zusätzliche Kosten anfallen können. Zwar können In-Game-Käufe von Minderjährigen ohne Zustimmung der Eltern rechtlich unwirksam sein, aber oft lehnen Spieleanbieter eine Rückerstattung der Kosten ab. Bei Playstation ist eine Rückgabe von In-Game-Inhalten solange möglich, bis Sie das dazugehörige Spiel das erste Mal starten bzw. innerhalb von 14 Tagen nach der Bestellung. Das geht aber nur, wenn Sie den Inhalt noch nicht verwendet haben!

Glücksspielregulierung in Deutschland

Eines der Hauptprobleme im Zusammenhang mit In-Game-Käufen besteht aus Sicht von Verbraucherschützern darin, dass die Grenze zu Online-Glücksspielen verschwimmt. Sie argumentieren, dass die Spiele durch die erforderlichen Zusatzkäufe casinoähnliche Züge annehmen und es dadurch zu einer erhöhten Suchtgefahr kommt. Sie fordern daher für In-Game-Käufe von der Politik klare Regeln, wie es sie für den Bereich der Online-Casinos bereits gibt.

Mit den Richtlinien des neuen Glücksspielstaatsvertrages hat sich auf dem deutschen Online Casino Markt nämlich einiges verändert. Besonders der Jugendschutz wird hier sehr ernst genommen, und auf jeder seriösen Website finden Sie Links und Hinweise bezüglich Spielsucht und die damit verbundenen Gefahren. Neben Sperren von offizieller Seite können Sie sich auch selbst Limitierungen oder Sperren auferlegen, die nötigen Tools hierfür finden Sie ebenfalls auf den Websites der Anbieter.

Für diejenigen, die gerne mit Casino-Feeling spielen möchten, gibt es zahlreiche Anbieter von Online-Casinos, die häufig in Malta oder Curacao lizensiert sind. Im Gegensatz zu in Deutschland lizensierten Casinos können Sie in Casinos ohne Lizenz uneingeschränkt spielen und werden nicht durch eine zeitliche Begrenzung unterbrochen.

Zudem finden Sie dort ein großes Angebot an Tischspielen und Slots. Selbstverständlich können Sie auch hier jederzeit eine selbstgewählte Spielpause einlegen, sich selbst sperren lassen oder um Hilfe ersuchen. Mehr zum Thema finden Sie auf Expertenseiten wie casinoohnelizenz.info.

Kostenbremsen und Umgang mit In-Game-Käufen         

 

Bei den meisten Anbietern können Sie Ihre In-Game-Käufe über Benutzerkonten abwickeln. Für die Transaktionen benötigen Sie meist Kreditkarten-, Konto- oder Handynummern. Alternativ können Sie anhand von Prepaid-Karten Ihr Guthaben auffüllen.

Um zu verhindern, dass Sie in eine Kostenfalle geraten, sollten Sie folgende Punkte beachten:

 

  • Lesen Sie die Nutzungsbedingungen vor der Installation bzw. vor dem Spielen im Hinblick auf erforderliche In-Game-Käufe gut durch. Im Zweifel helfen hier auch oft die Bewertungen anderer Nutzer weiter.
  • Achten Sie auf Datensicherheit! Welche Berechtigungen und Daten fordert der Anbieter und zu welchem Zweck?
  • Speichern Sie wenn möglich keine Zahlungsarten im Shop, sondern benutzen Sie Prepaid-Gutscheine. So kann nicht mehr Geld eingezogen werden als auf Ihrem Guthaben-Konto vorhanden ist.
  • Ungewollte Käufe über die monatliche Handyrechnung können Sie durch eine Drittanbietersperre verhindern.
  • Als Erziehungsberechtigte sollten Sie für Kinder und Jugendliche ein Gastprofil anlegen, das kostenpflichtige In-Game-Käufe unterbindet.

 

Wie geht es weiter?

Die Spieleanbieter setzen auf die Strategie der Zusatzeinnahmen durch In-Game-Käufe. Häufig sind es Kinder und Jugendliche, die durch diese Spiele angesprochen werden und erhöhter Suchtgefahr ausgesetzt sind. Das Thema In-Game-Käufe wird Verbraucherschützer daher noch eine Weile beschäftigen. Und auch die Politik ist hier gefordert und muss die unvollständige Glücksspielregulierung in Deutschland nachbessern.

 

 




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