Embark Studios hat das Update 1.47.0 für ARC Raiders veröffentlicht. Auf der PlayStation 5 wird die Aktualisierung unter der Versionsnummer 1.000.056 geführt. Der neue Patch behebt unter anderem einen häufig auftretenden Absturz im Zusammenhang mit der Physik-Engine, verbessert die Stabilität des Inventars und korrigiert mehrere Gameplay- sowie Grafikfehler. Gleichzeitig verschärft Embark sein Vorgehen gegen Cheater, Bots und manipulierte Gegenstandstransfers.
Neue große Spielinhalte bringt das Update zwar nicht mit, für PS5-Spieler dürfte die Behebung des wiederkehrenden Absturzes dennoch eine wichtige Verbesserung darstellen. Der Download ist erforderlich, bevor ARC Raiders wieder gestartet werden kann.
PS5 Absturz durch Physik Engine behoben
Die wichtigste plattformspezifische Änderung betrifft die PlayStation 5. Laut den offiziellen Patchnotes konnte ein Fehler innerhalb der Physik-Engine regelmäßig zum Absturz des Spiels führen. Dieses Problem soll mit Update 1.47.0 behoben sein.
Wie häufig der Fehler tatsächlich auftrat und welche Situationen ihn konkret auslösten, geht aus den Angaben von Embark nicht hervor. Da das Studio ausdrücklich von einem häufigen Absturz spricht, dürfte jedoch eine größere Anzahl von PS5-Spielern betroffen gewesen sein.
Darüber hinaus wurden die Diagnosewerkzeuge zur Erkennung von Abstürzen überarbeitet. Ein seltener Crash während des Herunterfahrens eines Servers wurde ebenfalls korrigiert. Beim Öffnen des Inventars soll ARC Raiders nun stabiler laufen. Auf der Xbox arbeiten die Entwickler dagegen weiterhin an mehreren bekannten Absturzproblemen.
Bereits mit früheren Aktualisierungen hatte Embark verschiedene technische Probleme und Exploits beseitigt. Einen Überblick über einen dieser Patches findet ihr in unserem Artikel zum ARC Raiders Update 1.21.0 und den damaligen Fehlerbehebungen.
Türen und Inventar sorgten für ungewöhnliche Fehler
Update 1.47.0 kümmert sich außerdem um mehrere Probleme, die während eines Raids zu verwirrenden Situationen führen konnten. Türen konnten zwischen Spiel und Server nicht korrekt synchronisiert werden. Dadurch sah eine Tür für den Spieler geöffnet aus, obwohl sie tatsächlich geschlossen war. Embark spricht in diesem Zusammenhang von gelegentlich unsichtbaren Türen.
Auch die sogenannten Door Blocker verhielten sich nicht immer korrekt. Beim Anbringen konnte auf der gegenüberliegenden Seite eine zusätzliche Kopie des Modells erscheinen. Dieser Darstellungsfehler wurde mit dem neuen Patch entfernt.
Beim Verschieben oder Aufteilen von Gegenständen konnte das Spiel Items bislang in ungeeigneten Behältern ablegen. So war es unter anderem möglich, Gegenstände ohne Schnellzugriffsfunktion im Gürtel zu platzieren. Zusätzliche Sicherheitsabfragen sollen künftig verhindern, dass Items ungültigen Inventarplätzen zugewiesen werden.
Weitere Fehlerbehebungen betreffen die Darstellung der Spielwelt. In Buried City wurde eine fehlerhafte Beleuchtung korrigiert, durch die einige Bereiche übermäßig dunkel oder teilweise gar nicht ausgeleuchtet erschienen. Auf Riven Tides wurden verschiedene Grafikprobleme beim Durchqueren der Karte beseitigt.
Auch Gegenstände mit falschen Farben sollen wieder korrekt dargestellt werden. Davon betroffen waren unter anderem rote Spinde, Werkzeugkästen, Bürostühle, Fahrzeuge, Kisten und Schiffscontainer.
Längere Spielsitzungen sollen stabiler laufen
Ein Fehler bei den Beschreibungsfenstern im Inventar konnte dazu führen, dass Daten aus zuvor geöffneten Ansichten im Speicher blieben. Im Verlauf längerer Spielsitzungen erhöhte sich dadurch die Speichernutzung, was wiederum die Stabilität beeinträchtigen konnte.
Nach der Installation des Updates sollen die nicht mehr benötigten Informationen ordnungsgemäß entfernt werden. Gerade Spieler, die mehrere Raids hintereinander absolvieren, könnten von dieser Änderung profitieren.
Im Fähigkeitenbaum wird die Vergabe eines Skillpunkts nun standardmäßig durch längeres Gedrückthalten bestätigt. Dadurch soll verhindert werden, dass Punkte versehentlich einer Fähigkeit zugewiesen werden. Beim Expeditionsprojekt weist die Schaltfläche außerdem darauf hin, wenn eine Expedition nach Ablauf der Frist pausiert wurde. In diesem Zustand können keine weiteren Ressourcen mehr eingezahlt werden.
Embark verschärft Maßnahmen gegen Cheater und Bots
Neben den eigentlichen Fehlerbehebungen informiert Embark über den aktuellen Stand seiner Fair-Play-Maßnahmen. Das Studio hat nach eigenen Angaben mehrere Bannwellen gegen Konten durchgeführt, deren Verhalten an automatisierte Bots erinnerte. Die Erkennung soll künftig auf weitere verdächtige Aktivitäten wie gezieltes XP-Farming ausgeweitet werden.
Auch ungewöhnlich wertvolle Gegenstandstransfers werden weiterhin überprüft und sanktioniert. Beim Kampf gegen die Vervielfältigung von Items sieht Embark nach mehreren technischen Anpassungen im Sommer erste positive Ergebnisse.
Das Studio möchte es Wiederholungstätern zudem erschweren, nach einer Sperre einfach mit einem neuen Konto zurückzukehren. Dafür werden die Regeln rund um geteilte Spiellizenzen verschärft. Wird ein Konto sanktioniert, sollen daran angebundene Lizenzen künftig stärker eingeschränkt werden.
Gleichzeitig weitet Embark permanente Sperren beim ersten eindeutig nachgewiesenen Verstoß aus. Nach Angaben des Entwicklers sollen verbesserte Erkennungssysteme eine schnelle Reaktion ermöglichen, ohne Spieler allein aufgrund unsicherer Hinweise dauerhaft auszuschließen.
Einige bekannte Probleme bleiben bestehen
Trotz der umfangreichen Fehlerliste sind noch nicht alle technischen Baustellen geschlossen. Das Quick Wheel kann weiterhin ungenau zwischen Gegenständen wechseln. Außerdem können Animationen nach einem Waffenwechsel direkt im Anschluss an das Überwinden eines Hindernisses fehlerhaft aussehen.
Zu den weiteren bekannten Problemen gehören nicht registrierte Treffer beim Reiten auf ARC-Maschinen, ruckelnde Charaktere nach einer Wiederbelebung und fehlende Schrittgeräusche beim wiederholten Schulterwechsel während eines Sprints. Bei Tastaturbelegungen außerhalb des amerikanischen Layouts können individuelle Einstellungen nach einem Raid weiterhin zurückgesetzt werden.
Embark bittet besonders Xbox-Spieler darum, fortbestehende Abstürze zu melden. Weitere Stabilitätsverbesserungen für Xbox Series X und Series S befinden sich bereits in Arbeit.
Frozen Trail wird ausführlich vorgestellt
Der Patch bereitet gleichzeitig die nächsten Wochen von ARC Raiders vor. Am 23. September 2026 um 19:00 Uhr deutscher Zeit zeigt Embark einen ausführlichen ersten Einblick in Frozen Trail. Das Studio bezeichnet die Erweiterung als das bislang größte Update des Extraction-Shooters.
Die Veröffentlichung ist für den 8. Oktober vorgesehen. Geplant sind eine verschneite Region, neue Gefahren und zusätzliche ARC-Maschinen. Weitere bekannte Informationen haben wir bereits in unserem Artikel über die neue eisige Region und die geplanten Gegner in Frozen Trail zusammengefasst.
Vorher läuft noch das Anmeldefenster für die fünfte Expedition. Spieler müssen ihre Teilnahme bis zum 29. September um 10:00 Uhr deutscher Zeit bestätigen. Eine nachträgliche letzte Anmeldephase wird es diesmal nicht geben. Anschließend wird das System vorübergehend ausgesetzt und umfassend überarbeitet. Mehr dazu findet ihr in unserem Bericht über die Pause der ARC Raiders Expeditionen bis 2027.
Update 1.47.0 ist ab sofort für PlayStation 5, Xbox Series X|S und PC verfügbar. Neben den Fehlerbehebungen erscheinen außerdem eine weiße und eine Camouflage-Variante des Riposta-Sets im Ingame-Shop.
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Die härteren Maßnahmen gegen Cheater klingen sinnvoll. Wäre schön, wenn Xbox-Abstürze schnell gefixt werden. Bin neugierig auf Frozen Trail und die neuen Inhalte im Oktober.
Gut, dass der PS5-Absturz durch die Physik-Engine behoben wurde. Hoffe, das macht längere Spielrunden stabiler. Schade, dass es keine großen neuen Inhalte gibt, aber die Fehlerbehebungen sind wichtig.